Klopps zweiter Kader überzeugt die Fans mehr als der erste

Nach dem 0:0 in Thessaloniki verschlechtert sich die Note der DFB-Elf auf 2,22. Drei von vier Fans sehen trotzdem schon eine Wende zum Besseren.

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Florian Wirtz (Deutschland, Germany, 17) und Juergen Klopp (Chef-Trainer, Deutschland, Germany) nach dem Spiel Griechenland vs. Deutschland, Fussball, UEFA Nations Leauge, 4. Spieltag, Saiso
Foto: IMAGO/Eibner

Nach dem 0:0 in Thessaloniki geben die Fans der Nationalmannschaft im Schnitt die Note 2,22, nach dem 2:0 gegen Serbien hatte im Zeugnis noch eine 1,98 gestanden. Das zeigt die neue Erhebung des Bundesliga-Barometers unter 5.106 Befragten. Am deutlichsten fällt der Angriff ab, von 2,37 auf 3,08. Das ist die schlechteste Einzelnote des Abends.

Bundestrainer Jürgen Klopp kommt auf eine 2,09, gegen Serbien waren es 1,80. Am meisten verliert er bei der Wechselstrategie, die von 2,08 auf 2,59 rutscht. Seine beste Note bekommt er wieder für die Motivationsfähigkeit: 1,78.

Aufschlussreicher ist der Blick auf alle vier Spiele. Klopp hatte für seinen Start zwei Kader mit zusammen 44 Profis nominiert, und die Befragten unterscheiden zwischen ihnen deutlich. Das Auftreten auf dem Platz bewerten sie beim zweiten Kader mit 2,15, beim ersten mit 2,94. 76,6 Prozent geben dem zweiten Kader ein Sehr gut oder Gut, beim ersten sind es 39,3 Prozent. Neben dem Platz ist der Abstand kleiner, 2,14 zu 2,52.

Den Neustart insgesamt lesen die Fans trotzdem freundlich. 75,4 Prozent haben das Gefühl, dass sich durch Klopp bei Nationalmannschaft und DFB schon etwas zum Positiven verändert hat, nur 2,3 Prozent sehen eine Veränderung zum Schlechten. 95,2 Prozent haben Verständnis dafür, dass er nicht alle Probleme der vergangenen Jahre sofort beheben kann. Mit seiner Arbeit sind 70,7 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden, die Durchschnittsnote liegt bei 2,2.

Bester Spieler in Thessaloniki war für 59,2 Prozent der Befragten Derry Scherhant, Mehrfachnennungen waren möglich. Florian Wirtz folgt mit 48,0 Prozent, Aleksandar Pavlović mit 38,6. Als Führungsspieler sehen die Fans Wirtz vorn, mit 47,6 Prozent vor Pavlović (32,2) und Waldemar Anton (17,5).

Vor dem Anpfiff hatten im Barometer 56,0 Prozent auf einen deutschen Sieg getippt, das Remis kostet die Mannschaft also vergleichsweise wenig. Für die Spiele im November in Belgrad gegen Serbien und in Berlin gegen die Niederlande plant Klopp mit einem deutlich kleineren Aufgebot: „Wir werden nicht zwei verschiedene Spiele mit zwei verschiedenen Mannschaften machen“, sagte er nach dem Abpfiff.

Wenn er aus zwei Kadern einen macht, haben die Fans ihm die Richtung schon vorgegeben: Der zweite hat sie überzeugt.