Arbeloa zu harscher Mbappé-Kritik: "Soll ruhig bleiben"
Die Kritik von Kylian Mbappé spielt der Trainer von Real Madrid herunter. Der angezählte Spanier hat zudem schon seinen Nachfolger im Blick.
Der angezählte Trainer Álvaro Arbeloa sieht in der aufsehenerregende Kritik von Superstar Kylian Mbappé an ihn keine große Sache. "Ich bin ihm gerade begegnet und habe ihm gesagt, er solle ruhig bleiben", sagte der Coach von Real Madrid: "Ich verstehe, dass solche Dinge Schlagzeilen machen, aber es ist viel normaler, als man denkt."
Die Aussagen des Franzosen, der Arbeloa vorgeworfen hatte, ihn als Stürmer Nummer vier zu sehen, spielte der Spanier herunter. "Ich war selbst einmal Spieler, ich weiß, was sie in solchen Situationen empfinden können - jeden Tag zu spielen und dann weniger oder gar nicht mehr", sagte Arbeloa auf der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel der kriselnden Königlichen beim FC Sevilla am Sonntag.
Spanische Medien werteten Mbappés Kritik als eine Art "Kriegserklärung". Arbeloa könne den Unmut verstehen, "dass Kylian nicht glücklich darüber war, am Donnerstag nicht zu spielen - und das gefällt mir. Ich würde es nicht verstehen, wenn er nicht spielen wollen würde. Meine Beziehung zu ihm bleibt unverändert."
Nach der nächsten titellosen Saison steht Arbeloa, der auf Xabi Alonso gefolgt war, vor dem Aus. Als Nachfolger wünscht sich der frühere Außenverteidiger José Mourinho. "Wenn er nächstes Jahr zurückkommt, würde ich mich sehr freuen, ihn wieder zu Hause zu sehen", sagte Arbeloa.
"Für mich als ehemaliger Spieler und als Madridista ist José Mourinho die Nummer eins", sagte Arbeloa, der bei Real unter dem Portugiesen gespielt hatte. Der derzeitige Trainer von Benfica Lissabon war für den spanischen Rekordmeister zwischen 2010 und 2013 verantwortlich gewesen. In den letzten Wochen verdichteten sich die Gerüchte, dass Mourinho zur kommenden Spielzeit wieder übernehmen könnte.