"Zahnarztbesuch abgehakt": Union blickt tapfer nach vorne
Trainer Mauro Lustrinelli will sich mit der aktuellen Situation nicht zu lange aufhalten: "Wir gehen diesen Weg weiter."
Zumindest ihren Galgenhumor hatten sie bei Union Berlin nicht verloren. "Zahnarztbesuch für diese Saison abgehakt", textete die Social-Media-Abteilung der Köpenicker nach dem 0:7 (0:3) beim FC Bayern. Doch die höchste Niederlage seit ihrem Aufstieg in die Bundesliga 2019 war für die Eisernen mehr als nur eine äußerst schmerzhafte Wurzelbehandlung - sie verlängerte den ohnehin schon schlechtesten Start der Vereinsgeschichte.
Tom Rothe, der mit einem Foul am überragenden Dreierpacker Michael Olise den von Harry Kane zum 2:0 verwandelten Elfmeter verursacht hatte, gab sich dennoch trotzig. "Ich glaube trotzdem, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich würde nicht alles so negativ sehen", sagte er. Positive Dinge zu erkennen ist allerdings schwierig: Nur ein Punkt aus vier Spielen, nach dem Debakel in München nun schon 4:17 Tore - der Neubeginn unter Trainer Mauro Lustrinelli ist völlig missraten.
Die Länderspielpause kommt dem Schweizer nun gerade recht. "Ich freue mich auf die Pause, es ist wichtig für die Spieler, den Kopf freizubekommen." Mit der aktuell misslichen Lage will sich Lustrinelli auch nicht zu lange aufhalten. "Für mich ist es wichtig, nicht zu lange zu überlegen, warum es nicht geht, sondern was können wir machen, dass es besser geht. Wir haben dieses Projekt begonnen, und wir gehen diesen Weg weiter."