Zahlungsunfähigkeit: Einspruch von Bordeaux gescheitert

Die Finanzaufsicht des französischen Fußballs bestätigt den Ausschluss von den nationalen Meisterschaften. Es droht der Bankrott.

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Zahlungsunfähigkeit: Einspruch von Bordeaux gescheitert
Foto: © AFP/SID/PHILIPPE LOPEZ

Der Absturz des sechsmaligen französischen Meisters Girondins Bordeaux wegen mangelnder Zahlungsfähigkeit ist vorerst nicht mehr aufzuhalten. Der Traditionsklub aus dem Südwesten Frankreichs scheiterte mit seinem Einspruch gegen den Ausschluss aus den nationalen Wettbewerben vor der Finanzaufsicht des französischen Fußballs (DNCG). Neben dem nächsten sportlichen Absturz - bestenfalls in die sechste Spieklasse Régional 1 - droht der Bankrott.

30 Jahre nach dem verlorenen UEFA-Cup-Finale gegen Bayern München bedeutet die landesweite Spielsperre aufgrund eines Haushaltslochs von neun Millionen Euro einen Tiefpunkt in der einst glänzenden Vereinsgeschichte. Klubbesitzer Gerard Lopez konnte die von der DNCG geforderten Gelder für die Absicherung der Spielzeiten 2025/26 und 2026/27 nicht fristgerecht nachweisen. Die Hoffnung auf eine Rettung durch den britischen Investor Sparta Capital zerschlug sich zuletzt, nachdem die Gespräche über eine Übernahme beendet worden waren.

Bordeaux kann nun noch eine Schlichtung beim französischen Olympischen Komitee CNOSF beantragen. Bereits 2022 und 2024 hatte der Klub diesen Weg nach administrativen Abstiegen wegen finanzieller Schwierigkeiten gewählt. Während 2022 der Verbleib in der Ligue 2 gelang, musste der ehemalige Champions-League-Teilnehmer zwei Jahre später in die viertklassige National zwangsabsteigen.

Erst im zurückliegenden Frühjahr hatte der Weltverband FIFA ebenfalls aus finanziellen Gründen gegen den ehemaligen Verein von Weltmeistern wie Zinédine Zidane, Didier Deschamps und Bixente Lizarazu oder deutschen Legionären wie Klaus Allofs und Dieter Müller eine Transfersperre verhängt. Nun droht sogar die Einleitung eines Insolvenzverfahrens. Ein Treffen mit dem Handelsgericht, das die Liquidation des Vereins bis Ende des Monats anordnen könnte, soll laut französischen Medien in Kürze angesetzt werden.