Wolfsburg und Gladbach im Kellerduell ohne Tore

Die Wolfsburger stecken mit dem Ergebnis weiterhin tief im Abstiegskampf fest.

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Wolfsburg und Gladbach im Kellerduell ohne Tore
Foto: © picture alliance/dpa/SID/Swen Pförtner

Der VfL Wolfsburg hat im Abstiegskampf einen möglichen Befreiungsschlag verpasst und steckt weiterhin tief im Tabellenkeller fest. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking trennte sich von Borussia Mönchengladbach 0:0 und blieb damit zwar im zweiten Spiel in Folge ungeschlagen, liegt aber weiter auf einem direkten Abstiegsplatz.

Auch für die Borussia dürfte sich das Remis eher wie eine verpasste Chance anfühlen. Das Team von Trainer Eugen Polanski ist nun seit fünf Spielen sieglos - davon vier Remis - und hat den Klassenerhalt weiterhin nicht sicher. Mit einem Sieg gegen Wolfsburg hätten die Fohlen zumindest nicht mehr direkt absteigen können. Turbulent wurde es in der Schlussphase, als Gladbachs Jens Castrop nach einem harten Foul die Rote Karte sah (90.+3) und es zu einer Rudelbildung kam.

Nachdem die Gäste nach dem 1:1 gegen den FSV Mainz 05 am vergangenen Spieltag laut Polanski noch "in sich gekehrt", "deprimiert" und "extrem angefressen" gewesen waren, präsentierten sie sich in Wolfsburg wie ausgewechselt und starteten furios. Bereits in der ersten Minute kamen Kevin Stöger und Franck Honorat zum Abschluss. Gladbach agierte in der Anfangsphase deutlich offensiver als zuletzt und stellte die Wolfsburger Defensive vor große Probleme.

Die erste gefährliche Aktion auf der anderen Seite hatte Mohammed Amoura: Der Algerier setzte sich in der 15. Minute im Alleingang durch, traf aus rund elf Metern jedoch nur den Pfosten. Trotz zahlreicher Chancen mangelte es der Borussia an Effizienz. Nach einem missglückten Abstoß von Kamil Grabara kam Haris Tabakovic (36.) völlig frei zum Abschluss, setzte den Ball aber deutlich über das Tor.

Kurz vor der Pause bot sich Amoura (44.) erneut eine Großchance. Wieder kam er frei zum Abschluss - und erneut fehlte die Präzision: Der Ball ging abermals am Pfosten vorbei.

Die zweite Hälfte begann mit einer kuriosen Szene: Die Wolfsburger kombinierten sich zunächst stark frei, Christian Eriksen leitete den Ball quer durch den Strafraum weiter - doch dann behinderten sich Aaron Zehnter und Amoura gegenseitig, als beide gleichzeitig zum Abschluss ansetzten und den Ball trafen. Auch in Durchgang zwei mangelte es beiden Teams an Präzision. Zu viele Angriffe versandeten durch einfache Ballverluste, Abschlüsse gingen entweder deutlich über das Tor oder knapp seitlich vorbei.

Insgesamt verlief die Partie nach der Pause deutlich ruhiger, mit leichten Vorteilen für den VfL Wolfsburg. Die beste Gelegenheit ergab sich, als ein Diagonalball von Konstantinos Koulierakis Sael Kumbedi (79.) fand, dessen Abschluss nur um Zentimeter am Tor vorbei strich - und damit sinnbildlich für das Wolfsburger Spiel an diesem Tag stand. Kurz vor Schluss landete ein Kopfball des eingewechselten Gladbachers Giovanni Reyna am Pfosten (85.).