WM: Kimmich zieht Parallelen zu 2006
Der Kapitän setzt auf einen gesellschaftlichen Effekt des sportlichen Erfolges.
Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hofft bei der Fußball-WM in Amerika auf einen Effekt, der über das Sportliche hinausweist. "Ich würde mir wünschen, dass in Deutschland wieder ein positiver Patriotismus und gesellschaftlicher Zusammenhalt möglich ist", sagte Kimmich im BILD-Interview, das wenige Stunden vor dem Anpfiff des ersten Gruppenspiels gegen Curacao in Houston (19.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) veröffentlicht wurde.
"Wir wollen Deutschland stolz machen!", betonte Kimmich. Die Mannschaft habe "die Riesenchance, in Deutschland für Begeisterung und Freude zu sorgen". Kimmich zog dabei einen Vergleich zum Sommermärchen: "Vielleicht können wir einen ähnlichen Anstoß geben, wie es 2006 der Fall war."
Er spüre die Unzufriedenheit in Deutschland, sagte der Kapitän, auch die politische und gesellschaftliche Unruhe: "Der Sport kann hier eine große Chance sein."