Watzke über Bartra: "Ein ganz feiner Mensch"

Watzke freut sich auf das Wiedersehen - er bittet aber in einem Punkt um Zurückhaltung.

Teilen
Bartra und Watzke bei der Verabschiedung 2018
Bartra und Watzke bei der Verabschiedung 2018. Foto: picture.alliance/AP/SID/Martin Meissner

Bei einer ganz besonders emotionalen Rückkehr empfängt Borussia Dortmund seinen Ex-Spieler Marc Bartra mit weit offenen Armen. "Er ist ein ganz feiner Mensch. Wir freuen uns alle auf das Wiedersehen!", sagte Vereinspräsident Hans-Joachim Watzke dem SID vor dem Champions-League-Spiel gegen Betis Sevilla am Mittwochabend (21.00 Uhr/DAZN). "Nur seine Kopfballtore soll Marc lieber gegen andere Gegner machen."

Bartra, heute 35 und als Innenverteidiger Betis-Stammspieler, war 2017 der einzige verletzte BVB-Profi beim Bombenanschlag auf die Mannschaft. Ein Attentäter hatte in einer Hecke neben dem Teambus drei Sprengsätze gezündet, die mit Metallstiften bestückt waren. Bartra wurde getroffen, ihm brach das rechte Handgelenk, er hatte zudem Fremdkörper-Einsprengungen im Arm.

Watzke war damals BVB-Geschäftsführer, das Verhältnis zu Trainer Thomas Tuchel zerbrach an Unstimmigkeiten über den unmittelbaren sportlichen Umgang mit dem Attentat. Tuchel wurde kurz nach dem Saisonende als DFB-Pokal-Sieger entlassen.

Bartra verließ den BVB im Winter 2018 nach eineinhalb Jahren seines Vierjahresvertrags, er wollte nach dem Trauma des Anschlags nach Hause. Am Mittwochabend erwartet er "ein sehr anspruchsvolles Spiel, denn wir wissen genau, wie stark Dortmund ist und was es bedeutet, in diesem Stadion zu spielen", sagte er dem SID.

Der spanische Tabellenvierte, betonte Bartra, reise "mit Ehrgeiz, Vorfreude und Respekt an – ohne uns klein zu machen". Betis habe gezeigt, dass es gegen große Mannschaften bestehen könne: "Wir haben ein Team mit Erfahrung, Talent und einer gewachsenen Identität."