Vor Wagner-Debüt: Keine "One-Man-Show" in Hannover

Der neue Coach gibt sich vor seinem ersten Zweitliga-Spiel an der Seitenlinie zurückhaltend. Eine wichtige Entscheidung hat er bereits getroffen.

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Wagner hofft auf den ersten Sieg
Wagner hofft auf den ersten Sieg. Foto: picture-alliance/DeFodi Images/SID/Marco Steinbrenner

Sandro Wagner beschwört vor seinem Debüt als Trainer des Zweitligisten Hannover 96 den Teamgeist. "Das ist unser Fußball hier, das ist hier keine One-Man-Show. 96 steht im Vordergrund", sagte Wagner vor der Partie beim 1. FC Magdeburg am Samstag (13 Uhr/Sky). Über seine eigene Gefühlslage rund um das Comeback auf dem Trainerstuhl sowie seine konkrete Herangehensweise wollte der 38-Jährige nicht sprechen.

Er habe schon "sehr viel gelernt in den ersten Tagen und Wochen", erklärte Wagner, der im September als Cheftrainer vorgestellt worden war, aufgrund der langen Länderspielpause aber noch auf sein Debüt warten musste. Nun ist es so weit, und der Coach hofft auf eine leidenschaftliche Leistung seines Teams. "Unabhängig vom Taktischen will ich, dass unsere Zuschauerinnen und Zuschauer, die mitfahren, sehen, dass da jeder für den anderen durchs Feuer will. Wenn jeder alles für das Trikot gibt, bin ich schon meistens zufrieden", sagte er.

Der einstige Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft ist der Nachfolger des kürzlich entlassenen Christian Titz. Zuletzt war Wagner als Cheftrainer des FC Augsburg tätig gewesen - dort endete seine Amtszeit allerdings nach nur elf Spielen schon wieder. Nun erhält er die nächste Chance.

"Ich weiß, dass das Geschäft immer schnell Ergebnisse sehen will, auf der anderen Seite weiß ich auch, dass Prozesse ein Stück weit Zeit brauchen. Und zwischen diesen beiden Welten versuchen wir uns zu bewegen", sagte Wagner, der bereits eine erste wichtige Entscheidung verkündete. Der bisherige Stammkeeper Leo Weinkauf wird auch unter ihm zunächst das Tor hüten, Pascal Loretz bleibt zweite Wahl.