Völlers doppelte Freude: Aztekenstadion und Mexiko-Hilfe
Der Sportdirektor des DFB reist gemeinsam mit Bernd Neuendorf und Holger Blask zum Eröffnungsspiel.
Die Reise zum WM-Eröffnungsspiel ist für Rudi Völler eine Herzensangelegenheit - im doppelten Sinne. Zum einen freut sich der DFB-Sportdirektor auf seine Rückkehr ins Aztekenstadion, zum anderen werden Völler, Präsident Bernd Neuendorf und Generalsekretär Holger Blask Schecks im Wert von 86.000 Euro für die vor 40 Jahren gegründete Mexiko-Hilfe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) überreichen.
"Vor genau 40 Jahren, bei meiner ersten Weltmeisterschaft als Spieler, haben wir ein Waisenhaus besucht. Egidius Braun war damals die Triebfeder und über die Jahre und Jahrzehnte haben sich diese Mexiko-Hilfen entwickelt", berichtete Völler vor seiner Abreise aus dem deutschen WM-Quartier in Winston-Salem.
Vor Ort werde die Delegation "zwei Einrichtungen besuchen und auch Schecks überreichen aus unserer Nationalmannschaftsstiftung, die wir mit unseren Nationalspielern haben", sagte Völler. Die Stiftung der Nationalmannschaft wird mit der bereitgestellten Summe Bildungsprojekte in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Queretaro unterstützen.
Weit über 10.000 bedürftige Kinder und Jugendliche profitierten nach DFB-Angaben bis heute von der Mexiko-Hilfe. Realisiert wird die Hilfe durch die DFB-Stiftung Egidius Braun. Der 2022 verstorbene Braun war 1986 Delegationsleiter und Schatzmeister des DFB, später Verbandspräsident und auch Ehrenpräsident.
Mit Deutschland verlor Völler das WM-Finale vor 40 Jahren gegen Argentinien (2:3). Dennoch freut er sich auf die Rückkehr. "Für mich ist das Aztekenstadion das mit Abstand schönste Stadion der Welt und ich genieße es, jetzt am Donnerstag dort zu sein", sagte der 66-Jährige.
Mexiko richtet die WM gemeinsam mit den USA und Kanada aus. Das Land ist damit nach 1970 und 1986 zum dritten Mal Gastgeber des Turniers.