Völler: "Wir brennen auf das erste Spiel"
Einen WM-Fehlstart wie 2018 und 2022 soll es diesmal nicht geben.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist heiß auf den WM-Start gegen Außenseiter Curacao. "Wir brennen auf das erste Spiel. Am liebsten würden wir jetzt schon beginnen", sagte der DFB-Sportdirektor Rudi Völler vor dem Auftakt am Sonntag in Houston.
Die DFB-Auswahl ist gewarnt. 2018 in Russland (0:1 gegen Mexiko) und 2022 in Katar (1:2 gegen Japan) gingen die ersten Spiele verloren. Am Ende war jeweils nach der Vorrunde Endstation. Ein Sieg zu Beginn würde "eine gewisse Ruhe" geben, betonte Völler: "Es gibt aber keine Garantien, dass es so weitergeht, wenn du das erste Spiel gewinnst. Argentinien ist ein anderes Beispiel." Die Argentinier waren vor vier Jahren mit einer Niederlage gegen Saudi-Arabien ins Turnier gestartet und wurden am Ende Weltmeister.
So weit will Völler noch nicht nach vorne blicken. Eine erste Zielsetzung ist aber klar. "Die Gruppenphase müssen wir überstehen. Da gibt es keine Diskussion. Am liebsten als Gruppenerster", sagte der Weltmeister von 1990. Danach dürfe man sich "keinen Ausrutscher mehr erlauben". Da könne es einen "relativ schnell erwischen". Das gelte auch "für die Top-Nationen". Man wolle "weit kommen" und werde "sicher schwer zu schlagen sein".
Nach dem Ausfall von Lennart Karl gibt es derzeit keine weiteren personellen Probleme. "Alle sind fit. Das ist das Allerwichtigste", sagte Völler, der davon ausgeht, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann beim Turnier auf sehr viele Spieler seines 26er-Kaders zurückgreifen wird: "Es ist sehr heiß. Es wird oft gewechselt werden. Viele Trainer werden ihr Kontingent ausschöpfen."