Urteil: FIFA darf historische Iran-Flagge verbieten

Kurzfristig hatte es eine Klage gegen das Verbot gegeben. Doch das Gericht gibt dem Weltverband grünes Licht.

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Urteil: FIFA darf historische Iran-Flagge verbieten
Foto: © AFP/SID/MAHMOUD ZAYYAT

Das Verbot der FIFA für die historische Flagge des Iran bei der Fußball-Weltmeisterschaft bleibt bestehen. Dies entschied der Oberste Gerichtshof des Bezirks Los Angeles wenige Stunden vor dem Auftaktspiel des Team Melli gegen Neuseeland (3.00 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV). Der Fall war nach einer kurzfristigen Klage des "Institute for Voice of Liberty" sowie eines iranischen Fans vorgezogen worden, dies berichtete die New York Times am Montag.

Die verbotene Flagge ähnelt der aktuellen, in der Mitte gibt es jedoch noch ein Löwen- und Sonnenmotiv. Bis zur Islamischen Revolution 1979 war dies die offizielle Flagge, heutzutage gilt sie als Symbol der Opposition. Meinungsfreiheit sei zwar "unglaublich wichtig" und "heilig", aber eben "nicht unbegrenzt", begründete Richter Curtis A. Kin das Festhalten am Verbot, "etwa im Fall privater Akteure auf privatem Grund, und wie frühere Fälle gezeigt haben, muss sie in angemessener Weise geregelt werden können".

Er argumentierte, ein Stadion, für das eine Eintrittskarte erforderlich ist, sei nicht öffentlich wie ein Park oder eine Straße. Deshalb habe das Gericht den Antrag auf eine einstweilige Verfügung abgelehnt. Obwohl vorrevolutionäre iranische Flaggen bei der WM generell verboten sind, beobachtete The Athletic am Samstag während des Spiels Katar gegen die Schweiz in Santa Clara bereits mehrere Fälle, in denen Fans diese entrollten.