Union Berlin: Auszug aus der Alten Försterei erst Ende 2027
Das Stadion des Fußball-Bundesligisten wird ausgebaut, die Bauzeit dauert etwas länger als ursprünglich geplant.
Fußball-Bundesligist Union Berlin wird wegen des bevorstehenden Ausbaus seines Stadions später aus der Alten Försterei ausziehen als ursprünglich geplant. Statt im Sommer 2027 wird der Klub nun wohl erst Ende Dezember desselben Jahres ins Berliner Olympiastadion, der Heimstätte von Zweitligist Hertha BSC, umziehen. Dies bestätigte Präsident Dirk Zingler im Rahmen der Mitgliederversammlung am Donnerstag.
"Wegen des Artenschutzes haben wir uns entschieden, erst im Winter 2027 abzureißen und nicht bereits im Sommer, um die Schutzbedürftigkeit von Arten und auch von Natur wirklich zu berücksichtigen", sagte Zingler im Interview mit dem rbb. Weil zudem auch einzelne Bauwerke durch ein Tunnelsystem unterirdisch miteinander verbunden werden sollen, dauere die Bauzeit ein halbes Jahr länger, so Zingler.
Zur Spielzeit 2029/30 will der Klub dann in seine Heimstätte zurückkehren, die nach dem Ausbau eine Kapazität von 40.000 Zuschauern haben soll. Derzeit finden 22.012 Zuschauer in der Alten Försterei Platz. Noch offen ist, wo die Bundesliga-Frauen von Union ihre Heimspiele während des Ausbaus austragen werden. "Wir sind tatsächlich immer noch in der Prüfungsphase", sagte Zingler: "Fest steht, dass wir, wenn wir uns für einen Standort entschieden haben, dort investieren müssen."
Finanzgeschäftsführer Oskar Kosche konnte derweil eine positive wirtschaftliche Bilanz für die Saison 2025/26 vermelden. Demnach habe der Klub im betreffenden Zeitraum Einnahmen von 197,62 Millionen Euro verzeichnet, der ausgewiesene Gewinn lag bei 0,41 Millionen Euro. Das positive Eigenkapital sei auf 8,50 Millionen Euro gestiegen. Die geplanten Erträge für die Saison 2026/27 liegen bei 174,04 Millionen Euro.