Undav gibt Entwarnung: "Nichts Wildes"
Der zweifache Torschütze wird beim 4:0 gegen Finnland ausgewechselt - Sorgen macht sich der Stuttgarter aber nicht.
Doppelpacker Deniz Undav konnte die Fußball-Nation 14 Tage vor dem deutschen WM-Auftakt gegen Curacao nach seiner Auswechslung schnell beruhigen. "Ich habe ein bisschen Schmerzen, nichts Wildes. Ein paar Tage Behandlung, dann ist wieder gut", sagte der Mittelstürmer nach dem 4:0 (1:0) im vorletzten Vorbereitungsspiel am Sonntag in Mainz am ZDF-Mikrofon. Undav hatte sich den Oberschenkel gehalten, als er nach 61 Minuten ausgewechselt wurde.
Der für sein großes Selbstvertrauen bekannte Undav hatte geliefert mit zwei Toren (34./57.) und der Vorlage zum 2:0 durch Florian Wirtz (48.). Danach sagte er lapidar, Bundestrainer Julian Nagelsmann müsse über seine Einsätze "entscheiden", er selbst könne "nur versuchen, meinen Job zu erledigen." Für ihn persönlich sei der Abend aber "eine Zehn von Zehn" gewesen.
Nagelsmann sagte darauf im TV: "Wenn du zwei Tore machst und einen vorlegst, spielst du dich nie aus der Mannschaft. Wir brauchen Spieler, die das Ding über die Linie drücken. Das hat er sehr gut gemacht."
Ohnehin dürfte dem Bundestrainer Undavs Ehrgeiz gefallen. Der sagte auf die Frage einer ZDF-Reporterin, wann die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) für das DFB-Team ein Erfolg sei: "Wenn wir das Ding gewinnen."