TV-Rechte: Vorermittlungen gegen PSG-Präsident Al-Khelaifi

Gegen Nasser Al-Khelaifi laufen Vorermittlungen wegen des Verdachts der illegalen Vorteilsnahme im Zusammenhang mit der Vergabe von TV-Rechten.

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PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi
PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi. Foto: AFP/AFP/Valery HACHE

Dem Präsidenten von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain droht Ärger mit der Justiz. Gegen Nasser Al-Khelaifi laufen in Frankreich Vorermittlungen wegen des Verdachts der illegalen Vorteilsnahme und eines Interessenkonflikts im Zusammenhang mit der Vergabe von TV-Rechten, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte. Der katarische Geschäftsmann ist auch Chef der beIN Media Group.

Hintergrund ist eine Anzeige der Antikorruptionsorganisation Anticor. Im Zentrum steht die Rolle Al-Khelaifis bei einer Sitzung der französischen Profifußball-Liga (LFP) im Juli 2024. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die Untersuchungen bereits im April eingeleitet.

Mit den Ermittlungen wurde die Finanz- und Antikorruptionsbrigade BFAC beauftragt. Die Behörde bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Sportzeitung L'Équipe. Der Anwalt von Al-Khelaifi wies die Vorwürfe zurück und verteidigte seinen Mandanten. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte er: "Er hat immer unabhängig, unparteiisch und objektiv gehandelt."

Eine Voruntersuchung bedeutet in Frankreich nicht, dass Anklage erhoben wurde, sondern dient zunächst der Prüfung möglicher strafrechtlich relevanter Sachverhalte.

Frühere Anschuldigungen gegen Al-Khelaifi wegen mutmaßlicher Korruption im Zuge der Bewerbungen Katars für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 und 2019 waren bereits Mitte Februar 2023 vom französischen Kassationshof endgültig aufgehoben worden. Das Gericht befand, dass die französische Justiz nicht befugt sei, ein Verfahren gegen ihn zu führen.