Tuchel nennt Gewitter-Verzögerung "Vorgeschmack" auf die WM
Blitzeinschlägen in der Nähe des Stadions hatten einen pünktlichen Anpfiff in Orlando unmöglich gemacht.
Thomas Tuchel erwartet nach der witterungsbedingten Verschiebung der englischen WM-Generalprobe in Orlando weitere Fälle während der Fußball-WM. "Das war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was passieren kann", sagte der Teammanager der Three Lions nach dem 3:0 gegen Costa Rica. Das Spiel in Florida war wegen eines Gewitters mit einer Verzögerung von einer Stunde angepfiffen worden.
Blitzeinschläge in der Nähe des Stadions hatten einen pünktlichen Anpfiff um 16.00 Uhr Ortszeit unmöglich gemacht. "Wir waren uns der Situation schon vorher bewusst - jetzt erleben wir sie", sagte Tuchel bei ITV: "Das ist kein Problem. Es darf kein Grund dafür sein, die gute Stimmung oder die Geduld zu verlieren - oder den Hunger darauf, das Spiel zu bestreiten. Wir haben es schon im Hotel bemerkt, daher war es unkompliziert. Wir haben einfach gesagt: 'Eine halbe Stunde später im Bus, und dann geht's los.'"
Die bereits im Stadion wartenden Fans wurden angewiesen, die Tribünen zu verlassen und sich in die gesicherten Bereiche im Stadionumlauf zu begeben, um sich vor Blitzeinschlägen zu schützen. Gewitter sind in den USA keine Seltenheit, schon bei der Klub-WM vor einem Jahr war es zu mehreren Verzögerungen gekommen.
Auch in der Vorbereitung auf die WM hatte das Wetter teilweise für Durcheinander gesorgt. Erst eine Woche zuvor war der Test zwischen Saudi-Arabien und Puerto Rico in Austin/Texas wegen Blitzeinschlägen nach 21 Minuten für fast zwei Stunden unterbrochen worden.
Nach der Verzögerung feierte England einen souveränen Sieg. Declan Rice (9.), Anthony Gordon (68./Handelfmeter) und Ollie Watkins (87.) trafen. Kapitän Harry Kane von Bayern München stand wie gewohnt in der Startelf, blieb diesmal jedoch ohne Treffer und wurde in der 63. Minute ausgewechselt.