Trump auf dem Podium: Mit dem Weltmeister auf dem Siegerfoto
Der US-Präsident bleibt bei den spanischen Feierlichkeiten einfach stehen und verewigt sich so in der Fußball-Geschichte.
US-Präsident Donald Trump hat sich auf dem Siegerfoto der spanischen Fußball-Weltmeister verewigt. Der 80-Jährige blieb bei der Siegerehrung auf dem Podest stehen, nachdem er gemeinsam mit FIFA-Präsident Gianni Infantino Spaniens Kapitän Rodri den Goldpokal übergeben hatte. Im goldenen Konfettiregen schaute Trump dem Treiben einen Moment lang zu, ehe er mit Infantino die Bühne verließ.
Zusammen hatten sie nach dem spanischen 1:0 (0:0) nach Verlängerung über Titelverteidiger Argentinien im Finale der XXL-WM den Rasen betreten, um bei der Zeremonie im MetLife Stadium von East Rutherford die Preise zu vergeben. Begleitet wurde Trump von Pfiffen. Im 104. und letzten Spiel des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada war er zum ersten Mal in einem Stadion aufgetaucht. In seiner Loge saß er zwischen Ehefrau Melania und Infantino.
Auch wenn er die Stadien über sechs Wochen gemieden hatte, durch den Skandal um die zurückgenommene Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun war Trump lange präsent gewesen. Er hatte Infantino angerufen und um die Annullierung der Roten Karte gebeten. Die Disziplinarkommission des Weltverbands FIFA setzte die Sperre tatsächlich zur Bewährung aus. Es folgte ein Sturm der Entrüstung, Balogun kam im Achtelfinale gegen Belgien zum Einsatz, doch die USA verloren das Spiel deutlich (1:4).
Bereits zwei Tage vor dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien hatte Trump im Trump Tower in New York seine Sicht auf die Fußball-WM verbreitet. "Ich dachte, wir seien kein Fußball-Land. Es stellte sich heraus, dass wir eines sind. Ich glaube, das wird so bleiben", sagte Trump und sprach direkt die nächste Bewerbung für das Großereignis aus. "Diese WM war so erfolgreich, dass wir die USA einfach noch einmal auswählen sollten", sagte er: "Dieses Mal lassen wir Mexiko und Kanada außen vor."