Traumstart geht weiter: Nürnberg bezwingt auch Hannover
Nur in der ersten Halbzeit kann Hannover gegen die spielfreudigen Nürnberger mithalten, dann dreht der Klub auf.
Der 1. FC Nürnberg hat seinen traumhaften Start in die Zweitliga-Saison fortgesetzt. In einem unterhaltsamen Duell feierte die spielfreudige Mannschaft von Miroslav Klose beim 2:1 (1:1) gegen Hannover 96 bereits den vierten Sieg in der noch jungen Spielzeit, die 13 Punkte nach fünf Partien bedeuten für den Klub weiter die beste Punkteausbeute seit 26 Jahren.
Die zweiten 45 Minuten seien bisher "die beste Halbzeit" gewesen, urteilte der zufriedene Klose am Sky-Mikrofon: "Sehr mutig, sehr dominant, sehr aggressiv in den Zweikämpfen." Das Spiel "hätte natürlich höher ausgehen können - aber hauptsache ein Sieg", sagte der Trainer.
Denn durch diesen gehört auch die Tabellenführung zumindest bis Sonntag wieder den Franken, die dank Julian Justvan (5.) und Mohamed Ali Zoma (65.) vor 41.202 Fans im heimischen Max-Morlock-Stadion jubeln durften. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Lars Gindorf in der turbulenten Anfangsphase (8., Handelfmeter).
Ihr Qualitätsmerkmal als derzeit beste Offensive der Liga stellte der Klub gleich zu Beginn unter Beweis - allerdings mit kräftiger Mithilfe: Justvan, nach einem ersten katastrophalen Fehlpass unverhofft in den Ballbesitz geraten, scheiterte noch an 96-Schlussmann Leo Weinkauf. Doch der Ball landete nach einem kläglichen Klärungsversuch erneut beim 28-Jährigen, der sich kein zweites Mal bitten ließ.
Den frühen Schock verdauten die Gäste dank des postwendend folgenden Handelfmeters dann jedoch schnell, in Folge entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten. So rauschte Marcel Hartels Schuss an die Latte (15.), auf der Gegenseite verwehrte Weinkauf dem spielfreudigen Justvan den zweiten Treffer (35).
Ebenso munter ging es nach Wiederanpfiff weiter, das Spiel machten jedoch nur die jetzt deutlich stärkeren Nürnberger. Die große Überlegenheit konnte der Klub dank Zoma schließlich auch ausnutzen.