Svenssons Foul an Pinckert: "Über Rot kann man diskutieren"
Schiedsrichter Harm Osmers gibt einen Fehler zu. Er hätte den Dortmunder Außenverteidiger früh vom Platz stellen können.
Schiedsrichter Harm Osmers hat mit Blick auf das viel diskutierte Foul von Daniel Svensson am Elversberger Lukas Pinckert einen Fehler eingeräumt. "Es ist mindestens Gelb und sicherlich eine Szene, die an der Grenze ist", sagte Osmers bei Sky nach dem 2:1 (0:0) von Borussia Dortmund gegen den Aufsteiger aus dem Saarland: "Auch über Rot kann man diskutieren. Rot ist auf jeden Fall im Bereich des Möglichen gewesen."
Svensson war Pinckert Mitte der ersten Halbzeit wuchtig aufs Sprunggelenk gestiegen. Der Elversberger Kapitän versuchte zwar noch weiterzuspielen, musste aber wenig später verletzt ausgewechselt werden. Es gab weder Gelb noch Rot für den Dortmunder Außenverteidiger.
Osmers betonte, er habe die Szene als "Beinstellen" wahrgenommen, er erhielt keinen Hinweis vom Videoassistenten Patrick Hanslbauer. "Rot nach 20 Minuten - dazu braucht man Überzeugung und Klarheit", sagte Osmers.
"Da haben wir Glück gehabt", gab BVB-Trainer Niko Kovac zu: "Es ist sehr unglücklich, aber es war ein Foul. Das muss man ganz klar sagen. Er trifft ihn oberhalb des Sprunggelenks, wir können uns dort nicht beklagen."
Absicht wollte Svensson keiner unterstellen. "Der tut niemandem etwas, das war sehr unglücklich. Er wollte zum Ball gehen. Das war ein Bruchteil von Sekunden", sagte Kovac: "Da haben wir Glück gehabt in dieser Situation, dass es dort keine Karte gab."
Das sah auch Vincent Wagner so. "Es gibt zum Glück die Möglichkeit, Dinge zu korrigieren", sagte der Elversberger Coach mit Blick auf den Videobeweis: "Das ist nicht der Fall gewesen."