Subotic über Klopp: "Die Etablierten würde ich warnen"
Der frühere "Schüler" des Bundestrainers erklärt, wie der neue Chef tickt.
Der frühere Klopp-"Schüler" Neven Subotic hat die gestandenen Nationalspieler in der DFB-Elf ermahnt, sich unter dem neuen Bundestrainer nicht allzu sicher zu fühlen. "Die etablierten Spieler würde ich warnen, dass ihnen ihr großer Name bei Klopp nicht viel bringen wird", schrieb Subotic im kicker.
Bei Borussia Dortmund habe Jürgen Klopp einst sogar "Top-Spieler aussortiert, wenn sie in seinen Augen die Teamdynamik störten oder den Fußball, der ihm vorschwebte, nicht umsetzen konnten oder wollten", führte Subotic aus: "Und zwar völlig egal, wie das rund um den Klub ankam. Er hat ein starkes Rückgrat, baut ein klares Konstrukt - und das extrem konsequent. Das zählt zu seinen größten Stärken."
Für die Mannschaft und jeden Einzelnen gelte: "Es ist die Leistung, die bei ihm zählt. Die Intensität, die man auf den Platz legt. Die Konsequenz, mit der man seinen Matchplan umsetzt. Und der ausgeprägte Teamgeist. Dass man nicht sein eigenes Ding dreht, sondern sich voll in den Dienst der Mannschaft stellt."
Dieser Ansatz dürfte "für den einen oder anderen" DFB-Star "eine Herausforderung sein", meinte Subotic: "Für Deutschland aber liegt darin eine große Chance, wenn die Nationalelf mit Haut und Haaren zu einem echten Klopp-Team wird. Wenn die Basics stimmen, kann man mit seiner Fußball-Idee jeden schlagen. Egal, wie schlecht der Platz oder wie hoch die Qualität des Gegners ist."
Den vielen Neulingen in Klopps XXL-Kader für dessen Start in der Nations League riet Subotic: "Habt Spaß, gebt Gas, hört zu, was er von euch möchte, und versucht das bestmöglich umzusetzen - mit ganzem Herzen. Wenn ihr Fehler macht, macht weiter. Klopp achtet auf diese Details, der Umgang mit Fehlern ist für ihn sehr wichtig, denn er zeigt den Charakter."