Spuckattacke bei Irland-Israel? UEFA leitet Ermittlungen ein

Die Duelle der beiden Nationen waren von hitzigen politischen Debatten begleitet worden.

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Brisantes Duell zwischen Irland und Israel
Brisantes Duell zwischen Irland und Israel. Foto: AFP/SID/Pedja Milosavljevic

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat nach den Auseinandersetzungen im Nations-League-Spiel zwischen Irland und Israel Ermittlungen eingeleitet. Das bestätigte der Verband am Dienstag. Bei dem von Protesten geprägten Duell war es am Sonntag zur Halbzeit zu einer Rudelbildung gekommen, laut irischer Medien soll der Fitness-Trainer der Iren anschließend behauptet haben, dabei von einem israelischen Spieler angespuckt worden zu sein.

"Nach Prüfung der offiziellen Berichte, die Vorwürfe eines Vorfalls in oder um den Spielertunnel während der Halbzeitpause beinhalteten, wurde ein Ethik- und Disziplinarinspektor der UEFA ernannt, um die entsprechenden disziplinarischen Ermittlungen hinsichtlich möglicher Verfehlungen von Spielern (...) durchzuführen", teilte die UEFA mit. Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson hatte entsprechende Vorwürfe bereits bestätigt, aber gleichzeitig beteuert, die Szene nicht gesehen zu haben.

Die Duelle der beiden Mannschaften waren von hitzigen politischen Debatten begleitet worden. Hallgrimsson hatte die Diskussionen durch Aussagen bei der Nominierung des Kaders angeheizt. Während der Spiele, die beide an neutralen Orten ausgetragen wurden, war es zu zahlreichen Protestaktionen gekommen. Hallgrimsson hatte im Anschluss dafür plädiert, dass Irland und Israel in Zukunft nicht mehr gegeneinander spielen sollten.

Irland, das seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern gehört, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben, hatte bereits in der Vergangenheit einen Antrag gestellt, wonach es keine direkten Duelle mit Israel geben soll. Die UEFA lehnte diesen aber ab.