Später Gegentreffer: TSG verspielt Sieg bei Crystal Palace

Der Bundesligist führt gegen den Conference-League-Sieger lange - kassiert dann in Überzahl aber den Ausgleich.

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Sinnbildlich: Baumann (l.) enttäuscht
Sinnbildlich: Baumann (l.) enttäuscht. Foto: AFP/SID/Henry Nicholls

Nach einem ganz späten Gegentreffer hat die TSG Hoffenheim trotz Überzahl einen Erfolg beim Conference-League-Sieger verpasst. Das angeschlagene Team von Trainer Christian Ilzer kam in der Europa League nur zu einem 1:1 (1:0) bei Crystal Palace und gab dabei einen Sieg noch aus der Hand.

Der frühere Bundesligaprofi Daichi Kamada (90.+1) schockte die TSG mit seinem Treffer in der Nachspielzeit. Dabei hatten die Hoffenheimer, die zuletzt sowohl in der Bundesliga als auch im DFB-Pokal gepatzt hatten, einen Traumstart erwischt. Alexander Prass (7.) traf bereits früh zur Führung. Nach der Pause entglitt den Hoffenheimern dann aber die Kontrolle - trotz des Platzverweises gegen Adam Wharton (77.) fiel noch der späte Gegentreffer.

Es gehe darum, sich auf internationalem Parkett Selbstvertrauen für die Aufgaben in der Liga zu holen, hatte Ilzer vor dem Anpfiff gesagt. Dafür veränderte er seine Startelf gegenüber der jüngsten Niederlage bei Werder Bremen (0:2) auf zwei Positionen. Tim Lemperle und Torschütze Prass kamen in die Mannschaft.

Eine Koproduktion der beiden Neuen sorgte in London dann fürs frühe 1:0. Bei einem Konter flankte Lemperle den Ball in den Strafraum zu Prass, der per Direktabnahme traf. Der Treffer spielte der TSG in die Karten - und Andrej Kramaric hätte fast das 2:0 nachgelegt. Doch der Kroate scheiterte mit seinem Versuch am glänzend reagierenden Dean Henderson (23.).

Auch nach der Pause blieb das Spiel offen: Crystal Palace drängte auf den Ausgleich, Hoffenheim verteidigte und suchte bei eigenem Ballbesitz den schnellen und direkten Weg nach vorne.

Trotz des Platzverweises gegen Wharton gelang es den Hoffenheimern nicht, Ruhe ins Spiel zu bringen. Immer wieder leisteten sie sich Ballverluste in der eigenen Hälfte und brachten sich selbst in Bedrängnis.