Southampton-Trainer Eckert: "Welle war riesig"

Im Mai wurde bekannt, dass der deutsche Teammanager Trainings hatte ausspionieren lassen. Er zeigt Reue und übernimmt Verantwortung.

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Angeklagt wegen Spionage: Tonda Eckert
Angeklagt wegen Spionage: Tonda Eckert. Foto: AFP/SID/Ben STANSALL

Der deutsche Teammanager Tonda Eckert vom englischen Fußball-Zweitligisten FC Southampton hat nach den aufsehenerregenden Spionage-Vorwürfen Einblicke in sein Seelenleben gegeben. "Die Welle war riesig. Darauf wird man nicht vorbereitet. Ich bin kaum in Sozialen Netzwerken aktiv, was in dieser Situation hilfreich war. Trotzdem fanden Menschen Wege, mir Drohungen zukommen zu lassen", sagte der 33-Jährige im kicker-Interview: "Ich möchte nicht auf Details eingehen, nur so viel: Mir wurde empfohlen, nicht mehr selbst zu fahren, sondern hinten im Auto zu sitzen. Das war sehr schwierig."

Die Spionage-Affäre war im Mai aufgedeckt worden, als ein Klubmitarbeiter von Southampton dabei beobachtet wurde, wie er das Training des FC Middlesbrough vor dem Halbfinalduell in den Championship-Playoffs ausspionierte. Southampton wurde daraufhin von den Spielen um den Aufstieg ausgeschlossen. Eckert übernahm die Verantwortung, nun ermittelt der englische Fußballverband FA gegen ihn, die Klubführung setzt dennoch weiter auf den gebürtigen Berliner.

"Dieses Bekenntnis kam von der Klubführung, den Mitarbeitern und den Spielern, was mir enorm viel bedeutet hat. Ich bin dann für zwei, drei Tage nach Hause gefahren. Danach war für mich klar, dass ich dieses Vertrauen zurückgeben möchte", berichtete Eckert, der auch klar die Verantwortung übernahm.

"Es wäre meine Pflicht gewesen, die Regeln zu kennen. Ich habe das im Sommer nachgeholt", berichtete der Trainer. Er hat nicht gewusst, dass er Verbotenes "autorisiert" habe und räumte ein: "Die Gesamtverantwortung liegt bei mir."