Sieg gegen Riquelme: Pérez bleibt Real-Präsident
Der 79-Jährige hatte nach seiner denkwürdigen Pressekonferenz selbst Neuwahlen ausgerufen - und wird nun bestätigt.
Real Madrids Präsident Florentino Pérez hat den Zweikampf mit dem Unternehmer Enrique Riquelme für sich entschieden und bleibt bis 2030 im höchsten Amt des spanischen Fußball-Rekordmeisters. Das ergab die Wahl am Sonntag im Vereinszentrum in Valdebebas, die Pérez im Mai im Rahmen einer aufsehenerregenden Pressekonferenz angekündigt hatte. Er geht nun in seine achte Amtszeit, erstmals hatte er von 2000 bis 2006 die Position bekleidet.
Erstmals seit seiner erneuten Amtsübernahme 2009 hatte sich mit Riquelme ein Gegenkandidat zur Wahl gestellt, jedoch ohne Erfolg. "Wir haben an allen Wahlurnen gewonnen, das heißt in allen Altersgruppen", sagte Pérez (79) nach seinem Sieg. Er habe zudem "das zweitbeste Ergebnis der Geschichte erzielt", laut Hochrechnungen spanischer Medien erhielt er zwischen 60 und 70 Prozent der Stimmen. Sein Rivale gratulierte Pérez bereits vor der offiziellen Veröffentlichung der Ergebnisse.
Die beiden Kontrahenten hatten sich im Wahlkampf mit wilden Aussagen gegenseitig überboten. Während Riquelme die Topstars Erling Haaland und Rodri zu den Königlichen locken wollte, versprach Pérez die Verpflichtung von Ibrahima Konaté und Coach José Mourinho. Dass Mourinho zu Real zurückkehren soll, unterstrich er in seiner Siegesrede nach der Wahl erneut.
Zudem soll er laut Medienberichten ein Angebot über 150 Millionen Euro für Bayern Münchens Michael Olise planen. Pérez selbst hatte den Namen Olise zunächst aber ausgeschlossen.