Remis bei der Rückkehr: Paderborn holt Punkt in Mainz
Die "Nullfünfer" bestimmen die Partie, können ihre Überlegenheit aber nicht in einen Sieg ummünzen.
Ein Punkt beim Comeback: Aufsteiger SC Paderborn ist mit einem Achtungserfolg in seine insgesamt dritte Saison in der Fußball-Bundesliga gestartet. Am ersten Spieltag kamen die Ostwestfalen am Samstagnachmittag beim FSV Mainz 05 zu einem 0:0.
Der Neuling erarbeitete sich den Punktgewinn dank einer konzentrierten Defensivleistung, Mainz konnte sich trotz zahlreicher Torchancen nicht belohnen. Ein Auftaktsieg im Oberhaus gelang Paderborn auch im dritten Anlauf nach den Spielzeiten 2014/15 und 2019/20 indes nicht. Mainz wartet saisonübergreifend seit nunmehr vier Heimspielen in der Bundesliga auf einen Dreier.
Paderborns Trainer Ralf Kettemann hatte im Vorfeld auf die Besonderheit der Partie für seinen Klub verwiesen: "15.30 Uhr ist in Deutschland das Nonplusultra", hatte er gesagt, "es wird ein einmaliger Moment. Daher ist es mir auch ein Anliegen, dass wir es auch genießen." Die Paderborner Defensive allerdings war gleich zu Beginn ordentlich gefordert, weil Mainz auf die frühe Führung drängte: Eine Direktabnahme von Jae-Sung Lee landete am rechten Außennetz (2.).
Das Team von Trainer Urs Fischer, der den vom 1. FC Nürnberg gekommenen Fabio Gruber in der Innenverteidigung aufbot, versuchte in der Folge, sich den Gegner zurechtzulegen - Paderborn allerdings stand kompakt. Weil die Gäste selbst offensiv kaum Gefahr erzeugten, ließen Torraumszenen zunächst auf sich warten. Es dauerte bis zur 24. Minute, bis sich dem freistehenden Lee eine aussichtsreiche Kopfballgelegenheit bot, doch der Südkoreaner vergab aus elf Metern deutlich.
So schöpfte auch Paderborn langsam mehr Mut und näherte sich nach 31 Minuten erstmals gefährlich an, doch Gruber rettete vor Stefano Marino. Ein Weckruf für die Hausherren, die nun eine Reihe von Gelegenheiten verzeichneten, doch weder Nadiem Amiri (35.), Phillip Tietz bei seinem Kopfball an die Latte (37.) noch Kaishu Sano (39.) waren erfolgreich.
Daran wollten die "Nullfünfer" mit Beginn der zweiten Halbzeit etwas ändern: Doch während Amiri vergeblich Elfmeter forderte, parierte SCP-Keeper Nahuel Noll den Versuch von Phillipp Mwene (49.). Trotz des Spielstandes schien Paderborns Coach Kettemann nur bedingt zufrieden mit seinem Team, der 40-Jährige gestikulierte emotional an der Seitenlinie - an der Überlegenheit des FSV änderte sich jedoch nichts.
Allerdings kamen auch die Rheinhessen nun kaum noch vor das Tor des Gegners, weshalb die Partie mit zunehmender Spieldauer vor allem von der Spannung lebte.