Offiziell: WM-Aus für Schlotterbeck

Der Dortmunder fällt "mehrere Monate" aus und kann der DFB-Elf beim Turnier nicht mehr helfen. Antonio Rüdiger rückt in den Fokus.

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Offiziell: WM-Aus für Schlotterbeck
Foto: © AFP/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/ALEXANDER HASSENSTEIN

Bittere Diagnose für Nico Schlotterbeck und die deutsche Nationalmannschaft: Der Innenverteidiger hat beim 2:1 im WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) am Samstag eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk erlitten. Er falle "mehrere Monate" und damit auch für den Rest des Turniers aus. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag bekannt.

"Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann und fügte bedauernd hinzu: "Es hätte seine WM werden können."

Man habe gemeinsam "versucht, ihn aufzubauen - zum Glück ist er ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt". Dass Schlotterbeck zunächst bei der Mannschaft in den USA bleiben werde, wertete Nagelsmann als "ein schönes Zeichen, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss. Trotz seines Ausfalls sind wir in der Innenverteidigung mit Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Waldemar Anton und Malick Thiaw weiterhin sehr gut aufgestellt für die WM."

Schlotterbeck forderte die Fans via Instagram auf, das Team weiter anzufeuern. "Was jetzt zählt, ist die Mannschaft", schrieb er und betonte: "Sie verdient die volle Unterstützung aller Deutschen. Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass wir in guten wie in schwierigen Momenten hinter dieser deutschen Mannschaft stehen und sie auf ihrem Weg zum WM-Titel unterstützen!"

Er war in Toronto zur Pause ausgewechselt worden. Der 26-Jährige hatte sich in einem Zweikampf mit Amad Diallo verletzt. Laut Medienberichten erlitt er einen Innenbandriss.

Für den Dortmunder kam Rüdiger ins Spiel. Der frühere Abwehrchef von Real Madrid hatte sich auf eine WM in der zweiten Reihe eingestellt, rückt jetzt aber wohl ins Zentrum neben Boss Tah.

Schlotterbeck ist schon der dritte Spieler, der dem Bundestrainer bei der Endrunde verletzungsbedingt fehlt. Serge Gnabry hatte bereits im Vorfeld passen müssen, Lennart Karl musste nach einer Verletzung im Training vor Turnierbeginn aus den USA abreisen. Außerdem war Stürmer Tim Kleindienst nicht rechtzeitig voll fit geworden.

Schlotterbecks Ausfall wiegt schwer, Lothar Matthäus sprach bei RTL/ntv von einem "sehr großen Verlust. Die Verletzung ist bitter. Schlotterbeck hat sich mit Tah ganz gut eingespielt." Rüdiger aber sei ein "Mann, der jederzeit in die Stammformation gehört".