Nummer eins? Leno setzt auf Urbig

Der Münchner habe "die besten Karten", sagt der neunmalige Nationalspieler.

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Torwart Jonas Urbig könnte die Nummer eins werden
Torwart Jonas Urbig könnte die Nummer eins werden. Foto: AFP/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/ALEXANDER HASSENSTEIN

Der neunmalige Nationalspieler Bernd Leno sieht Jonas Urbig langfristig als Nummer eins beim Deutschen Fußball-Bund. "Wenn Jonas Urbig bei Bayern die Chance bekommt und die Chance nutzt, dann hat er mit Abstand die besten Karten, eine längere Ära zu prägen", sagte der Torhüter des FC Fulham bei Sky Sport.

"Bayern ist einer der Topklubs auf der ganzen Welt, das muss man so sagen, natürlich auch mit Abstand der beste Klub in Deutschland", erläuterte Leno (34) seine Einschätzung: "Wenn er sich da durchsetzt, dann ist er für mich ohne Zweifel wahrscheinlich der, der Manu (Neuer) ablösen wird."

Beim Nations-League-Start unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp am kommenden Donnerstag in Amsterdam gegen die Niederlande wird allerdings zunächst Lenos einstiger Konkurrent Marc-André ter Stegen im Tor stehen. Der 34-Jährige sei "für den Moment" seine Stammkraft, sagte Klopp. Ter Stegen habe diese "Chance verdient", meinte Leno.

Neben ter Stegen und Urbig (23) hat Klopp Alexander Nübel (29), Finn Dahmen (28) und Noah Atubolu (24) in sein Aufgebot berufen. Möglich scheint, dass Urbig am 1. Oktober in München gegen Serbien im Tor stehen wird. Der Augsburger Dahmen könnte drei Tage zuvor in "seinem" Stadion gegen Griechenland auflaufen. Im letzten Länderspiel der Maßnahme am 4. Oktober in Griechenland wäre dann eventuell Frankfurts Atubolu oder Nübel (Besiktas) dran.

Leno hält es für richtig, dass Klopp "die Kollegen Urbig und Atubolu für die Zukunft aufbaut". Er bleibt aber dabei: "Perspektivisch wird wahrscheinlich Jonas Urbig die Nummer eins werden. Wenn er bei Bayern die Chance bekommt." Das soll ab Sommer 2027 dauerhaft der Fall sein, wenn Manuel Neuer sich zurückzieht.

"Manu hat die Benchmark unfassbar hochgesetzt. Das ist wahrscheinlich unmöglich, irgendwie zu toppen", sagte Leno. Man dürfe "niemals" den Fehler machen, Urbig und Co. mit Neuer zu vergleichen: "Man macht es den Jungs nur noch viel, viel schwerer."