"Nicht autorisiert": Fußball-Fans wird WM-Anreise verwehrt

Kurz vor Beginn der WM sorgen spontane Statusänderungen von ESTA-Genehmigungen für Ärger unter schottischen Fans.

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"Nicht autorisiert": Fußball-Fans wird WM-Anreise verwehrt
Foto: © picture alliance/NurPhoto/SID/Marcin Golba

(SID) - Fünf Tage vor dem Start der Fußballweltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) haben schottische Fans Probleme bei der Anreise in die USA. Wie die BBC am Freitag berichtete, ist der Grund dafür eine kurzfristige Statusänderung des Reisegenehmigungssystems ESTA (Electronic System for Travel Authorization). Dahinter wiederum steckt die verschärfte Einreisekontrolle der US-Regierung.

Laut dem britischen Nachrichtensender gaben dutzende Anhänger der Bravehearts an, dass sich ihr ESTA-Status kurzfristig von "genehmigt" auf "Reise nicht autorisiert" geändert habe. "Das Frustrierende ist, nicht zu wissen, warum das passiert ist", sagte Scott Braid, ein Fan aus Kirikcaldy. Das Update zu seinem Status kam "wie aus heiterem Himmel".

Ein weiterer Reisender berichtete, sein ESTA im Dezember beantragt zu haben, einen Tag später wurde der Antrag genehmigt. Nun wurde der Status ein halbes Jahr später aktualisiert - und die Reise verwehrt. "Ich finde nicht, dass das fair ist, jemanden erst zur Einreise zu autorisieren und es dann wieder zurückzunehmen", sagte er: "Es lässt einem nicht sehr viel Zeit, irgendetwas zu unternehmen". Allerdings erlaubt ein ESTA nur die Anreise in die USA - über die Einreise entscheiden die Beamten vorort.

Die schottische Nationalmannschaft bestreitet ihr erstes Spiel am 13. Juni in Foxborough bei Boston gegen Haiti. Dafür anreisende Fans aus Großbritannien benötigen wie alle Touristen aus europäischen Ländern, die bis zu 90 Tage ohne Visum in die USA reisen wollen, eine ESTA-Genehmigung. Ende letzten Jahres hatten Donald Trump und die US-Regierung die Einreiseregeln verschärft.

"Alle ESTA‑Anträge werden fortlaufend mit Polizei‑ und Sicherheitsdatenbanken abgeglichen", sagte Lauren Bis, stellvertretende Heimatschutzministerin. "Die Nichtangabe von Festnahmen oder Verurteilungen stellt eine Falschangabe dar" und könne zur "Ablehnung oder zum Widerruf eines ESTA oder zu einem dauerhaften Einreiseverbot in die Vereinigten Staaten führen". Ein genehmigtes ESTA sei zudem "keine Garantie für die Einreise".

Seit der strengeren Einreisekontrolle müssen Touristen aus europäischen Ländern damit rechnen, ihre Social-Media-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre offenzulegen. Reisende, die sich nicht für ein ESTA qualifiziert, müssen stattdessen ein US‑Visum beantragen, was ein langwieriger Prozess sein kann.