Negreira-Fall: Real liefert UEFA umfangreiche "Beweise"
Die UEFA bestätigte den Eingang des Schreibens und will den Inhalt überprüfen.
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat im Zuge der Ermittlungen rund um den sogenannten Negreira-Fall einen Eingang eines Schreibens von Real Madrid bestätigt. In diesem habe der spanische Rekordmeister "eine umfangreiche Menge an Dokumenten im Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung des FC Barcelona im Fall Negreira" zur Verfügung gestellt. "Auch die Ethik- und Disziplinarinspektoren der UEFA haben diese neuesten Dokumente erhalten, die sie im Rahmen ihrer laufenden Überprüfung des Falls prüfen werden", hieß es in einem Statement des Verbandes.
Real kündigte an, weiter mit der UEFA zu kooperieren. "Die von unserem Verein eingereichte Beschwerde enthält umfangreiche Dokumentation und Beweise zu äußerst schwerwiegenden Vorfällen, die direkt die Integrität des Wettbewerbs und das Vertrauen in das Schiedsrichtersystem beeinträchtigen", teilte Madrid mit.
Barcelona wiederum betonte in einer Stellungnahme, dass es sich nicht um ein neues Verfahren, sondern um das seit 2023 laufende handle. "Es obliegt den Ermittlern, zu entscheiden, welche Maßnahmen sie gegebenenfalls im Hinblick auf diese Unterlagen für angemessen halten", teilte Barcelona mit: "Bislang haben sie weder neue Anfragen an den FC Barcelona gestellt noch die Beschwerde von Real Madrid an den Verein weitergeleitet. Sollte dies geschehen, wird der Verein, wie bisher üblich, entsprechend reagieren."
Im Zentrum des Negreira-Falls stehen Zahlungen des FC Barcelona von bis zu sieben Millionen Euro über viele Jahre an Unternehmen, die mit Jose Maria Enriquez Negreira, einem ehemaligen Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterausschusses, verbunden waren. Die spanische Justiz untersucht, ob damit eine sportliche Einflussnahme bezweckt wurde. Barcelona bestreitet ein Fehlverhalten.