Nach Visa-Problemen: Südafrika bricht verspätet zur WM auf
In der Heimat hatte das Fehlen einiger Visa für große Kritik gesorgt. Nun gibt es aber eine Lösung.
Die südafrikanische Nationalmannschaft ist mit einem Tag Verspätung zur Fußball-Weltmeisterschaft aufgebrochen. Nach der Verzögerung durch Probleme bei der Visa-Ausstellung konnte Bafana Bafana am Montag per Charterflieger die Reise nach Mexiko antreten. Ursprünglich hatte das Team bereits am Sonntag Richtung Nordamerika aufbrechen sollen, wurde jedoch in letzter Minute aufgehalten. Vier Mitglieder der Reisegruppe hatten nicht rechtzeitig ihr Visum erhalten, was in der Heimat für große Kritik sorgte.
Entsprechend bat der südafrikanische Fußball-Verband (SAFA) die Menschen in der Heimat in einer Mitteilung um Entschuldigung für die "unerwarteten Reiseverzögerungen": Diese hätten zwar dazu geführt, "dass die Mannschaft einen wertvollen Tag in ihrem Reise- und Vorbereitungsplan verlor, doch ist die SAFA zufrieden, dass die Angelegenheit nun im Wesentlichen geklärt ist und die WM-Pläne der Mannschaft weiterhin fest im Kurs liegen."
Die stellvertretende Sportministerin Peace Mabe hatte die Verzögerung beim südafrikanischen Sender eNCA als "schockierend und peinlich" bezeichnet. "Dies kann sich auch negativ auf die Psyche und die Stimmung der Spieler auswirken. Das muss definitiv Konsequenzen haben", sagte die 50-Jährige. Ein namentlich nicht genannter "Assistenztrainer, der Teamarzt, der Sicherheitsleiter und ein Analyst" hatten im Gegensatz zu allen Spielern zunächst kein Visum erhalten.
Die Südafrikaner bestreiten am 11. Juni (21.00 Uhr MESZ) im Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt das Eröffnungsspiel gegen Co-Gastgeber Mexiko. Weitere Gruppengegner sind Tschechien und Südkorea.