Nach Tod von de Miguel: RFEF setzt Pokalspiele ab

Nach dem Zugunglück vor einer Woche verschiebt der spanische Verband die Spiele erneut. Am Abend soll es in der Königsklasse Schweigeminuten geben.

Teilen
Der Sitz der RFEF in Madrid
Der Sitz der RFEF in Madrid. Foto: AFP/SID/PIERRE-PHILIPPE MARCOU

Der spanische Fußballverband RFEF hat infolge des tragischen Todes von Jésus de Miguel die Pokalspiele der Frauen und Männer am Dienstag "als Zeichen des Respekts und der Solidarität" abgesagt. Über die Neuansetzung der beiden Erstrundenspiele der Copa del Rey und des Sechzehntelfinals der Copa de la Reina will der Verband "in den kommenden Tagen" informieren.

De Miguel war am Dienstagmorgen an den Folgen eines heftigen Zusammenpralls im Zweitligaspiel von CD Teneriffa am Vorabend gegen den FC Andorra im Krankenhaus verstorben. "Die große spanische Fußballfamilie ist in ihrer Trauer über diesen traurigen Verlust vereint und spricht der Familie, den Freunden und Angehörigen von Jesús de Miguel sowie der Mannschaft von Teneriffa und all ihren Fans in diesen schweren Zeiten ihre ganze Liebe und Unterstützung aus", schrieb die RFEF in ihrer Mitteilung.

Viele Erst- und Zweitligisten drückten ebenfalls ihre tiefe Bestürzung aus, Rekordmeister Real Madrid hielt vor dem Training am Vormittag eine Schweigeminute ab. Die beiden spanischen Champions-League-Teilnehmer Atlético Madrid, das am Dienstag den FC Bayern empfängt, und der FC Villarreal baten die Europäische Fußball-Union (UEFA) laut spanischen Medienberichten darum, am Abend bei ihren Heimspielen in der Königsklasse eine Schweigeminute abzuhalten.

Die nationalen Pokalspiele zwischen CD Anaitasuna und Deportivo Alavés sowie Erstligist CA Osasuna und SD Eibar waren schon infolge des tragischen Zugunglücks in der Provinz Toledo um eine Woche verschoben worden.