Nach Millionenklage: Diarra einigt sich mit FIFA

Der ehemalige französische Nationalspieler hatte sich über Jahre im Streit mit dem Weltverband und dem belgischen Fußballverband befunden.

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Nach Millionenklage: Diarra einigt sich mit FIFA
Foto: © AFP/SID/Bertrand GUAY

Der ehemalige französische Fußballnationalspieler Lassana Diarra hat in dem langjährigen Rechtsstreit um internationale Transferregelungen mit der FIFA und dem belgischen Fußballverband eine außergerichtliche Einigung erzielt. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus einer dem Fall nahestehenden Quelle. Diarra hatte die FIFA und den belgischen Verband im Zuge der Streitigkeiten im vergangenen Jahr auf 65 Millionen Euro verklagt, nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) 2024 ein Urteil zu der betreffenden Thematik gefällt hatte.

Seinen Ursprung hat der Fall im Jahr 2014. Damals verließ der inzwischen 41-jährige Diarra seinen damaligen Klub Lokomotiwe Moskau nach einer drastischen Gehaltskürzung, die Russen sahen die Kündigung aber als ungerechtfertigt an und forderten von ihm zunächst 20 Millionen Euro, später noch 10,5 Millionen Euro. Der belgische Verein Sporting Charleroi sah daraufhin von einer Verpflichtung Diarras wegen der Befürchtung ab, gemäß den vom EuGH geprüften FIFA-Regeln einen Teil dieser Strafe übernehmen zu müssen.

In seinem Urteil von 2024 hatte der EuGH festgestellt, dass die FIFA-Regeln die Freizügigkeit von Spielern behindern, indem sie "den Spielern und den Vereinen, die sie verpflichten wollen, erhebliche rechtliche Risiken, unvorhersehbare und potenziell sehr hohe finanzielle Risiken sowie erhebliche sportliche Risiken auferlegen" und damit das Transfersystem stören. Der Weltverband änderte daraufhin seine Regeln, nun kam es zu einer Einigung mit Diarra, der in seiner aktiven Laufbahn unter anderem für den FC Chelsea, den FC Arsenal und Real Madrid auflief.

Auf AFP-Anfrage teilte die FIFA mit, dass zwischen Diarra und dem Verband "nach der erzielten umfassenden Einigung alle Rechtsstreitigkeiten beigelegt" worden seien. Zudem erkenne die FIFA kein eigenes Fehlverhalten, es seien "keine Entschädigungszahlungen geleistet" worden. Diarras Anwälte teilten gegenüber AFP mit, dass sie sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern könnten.