Nach "Corona-Sperre": Schweiz holt Xhaka und Embolo zurück
Das Duo darf nach der Affäre um gefälschte Impfzertifikate wieder für die "Nati" spielen.
Die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft plant nach der Corona-Affäre um Kapitän Granit Xhaka und Stürmerstar Breel Embolo wieder mit dem Duo. Das bestätigte der Schweizer Verband SFV am Dienstag.
Xhaka hatte während der Corona-Pandemie zwei Impfzertifikate gefälscht, Embolo gefälschte Testzertifikate gekauft. Beide waren dafür von der Staatsanwaltschaft mit Geldstrafen belegt worden. Nach Bekanntwerden der Fälle aus den Jahren 2021 und 2022 verzichtete Nationalcoach Murat Yakin für die Nations-League-Spiele im September und Oktober gegen Nordmazedonien (3:0/3:0), Schottland (3:0) und Slowenien (2:1) auf beide Profis.
Xhaka bleibt nach Angaben des SFV nach seiner Rückkehr Kapitän. "Ich freue mich, dass ich für das Kaderaufgebot im November wieder uneingeschränkt selektionieren kann", sagte Coach Yakin. Sein Aufgebot für die abschließenden Vorrundenspiele gegen Slowenien und Schottland wird er am 5. November bekanntgeben.
"Wir haben uns unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven damit auseinandergesetzt", sagte Nati-Direktor Pierluigi Tami zu der Rückkehr von Xhaka und Embolo und betonte: "Wir sind überzeugt, dass eine Rückkehr ins Nationalteam verantwortbar und richtig ist."
Zugleich unterstrich der SFV die besondere Verantwortung der Nationalspieler und veröffentlichte neue Leitlinien für den Umgang mit strafrechtlich relevanten Sachverhalten. Diese gelten für alle Spieler und Mitarbeiter vom Juniorenbereich bis zu den Profis und beruhen auf fünf Grundsätzen: Einheitliche Regeln, Unschuldsvermutung, individuelle Beurteilung, verbindliche Informationspflicht und verhältnismäßige Maßnahmen.
Mit diesen Leitlinien schaffe der Verband "verbindliche Grundlagen, um juristisch relevante Situationen künftig nach klaren, transparenten und nachvollziehbaren Kriterien beurteilen zu können", sagte SFV-Präsident Peter Knäbel. Wichtig sei, dass basierend auf den Leitlinien jeder Fall einzeln beurteilt werde.