Medien: US-WM-Städte warten auf zugesagte FIFA-Millionen

Mehrere Ausrichter der WM in den USA haben laut einem Bericht noch keine angekündigten Fördergelder erhalten.

Teilen
Bei der WM noch obenauf: Gianni Infantino
Bei der WM noch obenauf: Gianni Infantino. Foto: AFP/SID/Patrick T. Fallon

Mehrere US-Städte, die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft ausgerichtet haben, warten offenbar noch auf zugesagte Zahlungen des Weltverbandes FIFA. Wie das Portal The Athletic berichtet, haben vier Vertreter von WM-Gastgeberstädten dem Medium gegenüber anonym erklärt, die FIFA habe ihnen jeweils eine Million Dollar an sogenannten "Legacy"-Geldern versprochen.

Diese sollten für den Bau fußballbezogener Infrastruktur sowie zur Unterstützung sozialer Projekte verwendet werden. Laut The Athletic forderten die städtischen Verantwortlichen die Zahlungen ein, nachdem FIFA-Präsident Gianni Infantino entsprechende Zuwendungen für die Gastgeberstädte der Klub-WM 2025 in den USA angekündigt hatte.

"Die vier Vertreter gaben an, dieses Versprechen sei mündlich von Mitgliedern der FIFA-Spitzenführung gemacht und den Städten in Besprechungen erneut bestätigt worden; eine Auszahlung sei jedoch bislang nicht erfolgt, weshalb sich nun mehrere Städte bei FIFA-Mitarbeitern nach dem Status der Zahlungen erkundigen", so der Sport-Ableger der New York Times.

Zu den US-Gastgeberstädten der Weltmeisterschaft gehörten Seattle, San Francisco, Los Angeles, Dallas, Kansas City, Atlanta, Philadelphia, Miami, Boston sowie New York/New Jersey. Das 39-tägige Turnier im Juni und Juli, bei dem erstmals 48 Mannschaften antraten, trug zu Rekordeinnahmen der FIFA bei, die sich im Finanzzyklus 2023 bis 2026 Medien zufolge auf 15 Milliarden Dollar belaufen sollen.

Der Bericht könnte einen weiteren Nackenschlag für Infantino bedeuten, der wegen des vehement abgewehrten Plans, die Weltmeisterschaft für private Investitionen zu öffnen, in der Kritik steht - sowohl seitens des europäischen Verbands UEFA und anderer Kontinentalverbände als auch innerhalb der FIFA selbst.