Matthäus hätte El Mala nominiert

Der Rekord-Nationalspieler kann die Personalpolitik von Nagelsmann nicht nachvollziehen.

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Matthäus hätte El Mala nominiert
Foto: © AFP/SID/SILAS STEIN

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus kann die Personalpolitik von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht nachvollziehen. Der Weltmeister von 1990 kritisierte besonders die Nicht-Berücksichtigung des Kölner Shootingstars Said El Mala. "Ich hätte ihn mitgenommen aufgrund einer riesigen Saison, die er in Köln gespielt hat. Top-Scorer, Unruhestifter, tolle Fähigkeiten, Schnelligkeit, robust, im Abschluss verbessert. El Mala war praktisch Kölns Lebensversicherung", sagte Matthäus bei "At Broski - Die Sport-Show".

Für den verletzt abgereisten Lennart Karl hatte Nagelsmann statt El Mala den Leipziger Assan Ouédraogo nachnominiert und das mit dessen besserer Fitness begründet. El Mala habe zweieinhalb Wochen nicht trainiert, nur Läufe gemacht, sein letztes Spiel sei am 16. Mai gewesen, erklärte Nagelsmann. Ouédraogo dagegen habe auf der Südafrika-Reise mit Leipzig noch am 29. Mai gespielt, er stehe im Saft und sei im Rhythmus.

Kritik übte Matthäus auch an Leroy Sané, der nach dem Ausfall von Karl beim WM-Auftakt am Sonntag (19.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Curacao gemeinsam mit Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz in der Offensive wirbeln soll. "Wie er performt - einmal in sechs Spielen in der Nationalmannschaft, dazu ist er nicht Stammspieler in der Türkei. Das ist zu wenig für das, was er kann. Das tut mir weh", sagte Matthäus über den ehemaligen Münchner.