Machtkampf: Arabische Verbände stellen sich hinter Infantino

Das Stimmungsbild im Weltfußball bleibt diffus. Die Europäer drängen auf Infantinos Rückzug, der wirbt weiter um Unterstützer.

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Infantino will im nächsten Jahr wiedergewählt werden
Infantino will im nächsten Jahr wiedergewählt werden. Foto: picture-alliance/AP/SID/Beata Zawrzel

Inmitten des FIFA-Machtkampfs kann der viel kritisierte Präsident Gianni Infantino auf weitere Verbündete zählen. Die Vereinigung der arabischen Fußballverbände UAFA bekräftigte ihre "Unterstützung und Wertschätzung" für den Chef des Weltverbandes. Infantino habe "in den vergangenen zehn Jahren die Einheit der weltweiten Fußballgemeinschaft gestärkt, den Fußball weiterentwickelt und seine globale Reichweite deutlich vergrößert", hieß es.

22 arabische Verbände aus zwei Konföderationen gehören der UAFA an. Zwölf Mitglieder kommen aus der Asian Football Confederation (AFC), die mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und der CONCACAF gegen den inzwischen verworfenen WM-Investorenplan des FIFA-Chefs rebellierte. Die afrikanische Konföderation CAF, die Infantino bereits zuvor unterstützte, stellt weitere zehn Nationalverbände.

Infantino pflegt in die finanzstarke Golfregion seit Jahren enge Beziehungen. Katar verteidigte der Schweizer rund um die WM 2022 vehement, dazu wurde die Endrunde 2034 unter seiner Führung nach einem dubiosen Verfahren an Saudi-Arabien vergeben. Die Verbände beider Länder hatten sich bereits vor der UAFA-Mitteilung für Infantino ausgeprochen.

Seit Wochen laufen teils hitzige Diskussionen über die Rolle des FIFA-Chefs beim inzwischen verworfenen Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld des US-Präsidenten Donald Trump zu verkaufen. Neben anderen drängt vor allem die UEFA auf einen Rückzug des 56-Jährigen.

Der FIFA-Chef steht hinsichtlich seiner angestrebten Wiederwahl beim Kongress am 18. März des kommenden Jahres in Rabat/Marokko vor entscheidenden Wochen. Ein Gegenkandidat ist bislang nicht in Sicht. Zuletzt schlug Infantino versöhnlichere Töne an: Er stellte den Verbänden weitere Gelder aus den FIFA-Reserven in Aussicht und zeigte sich offen für einen Dialog über Reformen.