Last-Minute-Drama in Kansas City: Iran verpasst K.o.-Runde

Die Iraner sind die Leidtragenden des aberwitzigen 3:3 zwischen Algerien und Österreich.

Teilen
Last-Minute-Drama in Kansas City: Iran verpasst K.o.-Runde
Foto: © AFP/Getty Images/SID/Stu Forster

Erst himmelhoch jauchzend, dann zu Tode betrübt: Die aberwitzige Schlussphase beim Spiel zwischen Algerien und Österreich hat den Iran in ein unerwartetes und am Ende herzzerreißendes Gefühlschaos gestürzt. Nach dem späten Führungstreffer der Algerier (90.+3) wähnte sich das "Team Melli" doch noch im Sechzehntelfinale der WM - ehe Sasa Kalajdzic die Iraner mit dem Ausgleich zum 3:3 (90.+6) aus allen Träumen riss. Der Iran hatte vergebens gezittert und muss als nur neuntbester Gruppendritter die Heimreise antreten. Aber nicht wegen einer "Schande von Kansas City".

"Bei einem 3:3 kann niemand davon ausgehen, dass das jetzt ein Freundschaftsdienst für irgendjemanden war. Und mit den Wendungen in den letzten 90 Sekunden schon gar nicht. Es ist schade für den Iran. Aber der Modus ist so, wie er ist. Den kann man jetzt gut oder schlecht finden", sagte Österreichs Teamchef Ralf Rangnick.

Das iranische Team von Trainer Amir Ghalenoei hatte am Freitag (Ortszeit) zum Gruppenabschluss ein 1:1 gegen Ägypten geholt. Das dritte Remis und damit drei Punkte und eine ausgeglichene Tordifferenz reichten letztlich nicht. Einzig der Senegal schaffte es mit drei Punkten, aber eben einer positiven Tordifferenz in die nächste Runde. Schottland und Südkorea hatten am Samstag (Ortszeit) ebenfalls vergeblich gehofft und müssen wie schon zuvor Uruguay die Heimreise antreten.