Kovac: "Wir haben Potenzial nach oben"
Niko Kovac hat den BVB in den vergangenen eineinhalb Jahren grundlegend stabilisiert, die Ergebnisse stimmen. Was fehlt, sind Titel.
Niko Kovac erhofft sich von seiner Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund weitere Entwicklungsschritte - über Titel will er aber nicht reden. "Die Stabilität haben wir hinbekommen. Wir wollen mutig und ambitioniert sein, das sind wir auch", sagte der Trainer am Dienstag vor dem Champions-League-Spiel beim FK Bodö/Glimt am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN). "Der Weg ist sehr positiv, aber das, was war, zählt schon nicht mehr. Wir haben noch Potenzial nach oben."
Am Vormittag hatte der BVB die Verlängerung der Zusammenarbeit bis 2029 verkündet. "Die Halbwertszeit eines Bundesliga-Trainers liegt bei zwölf oder dreizehn Monaten, da sind wir schon weit drüber hinaus", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken zufrieden. Kovac hatte die völlig verunsicherte Mannschaft im Februar 2025 nach der Entlassung von Nuri Sahin übernommen. Er schaffte es im ersten Jahr von Platz elf aus noch in die Champions League, in der vergangenen Saison führte er den BVB auf den zweiten Platz der Abschlusstabelle. Nach Punkten ist er der erfolgreichste Trainer der Dortmunder Bundesliga-Geschichte (2,15 pro Spiel).
Was fehlt, sind Titel. Die Frage, ob diese Teil der Vertragsgespräche gewesen seien, beantwortete Kovac in Norwegen nicht. "Wir möchten das, was wir aufgebaut haben, weiter ausbauen", sagte er nur, "das ist mit dem neuen Vertrag besiegelt. Es ging recht fix. Wir sind beidseitig glücklich, die gemeinsame Zukunft gewählt zu haben."
Am Mittwoch wolle seine Mannschaft den Auftaktsieg gegen den FC Villarreal (3:2) "veredeln" - auf dem Kunstrasen des kleinen Aspmyra-Stadions (8200 Plätze). "Ich selbst habe noch auf Kunstrasen spielen dürfen, auf dem der ersten Generation", berichtete Kovac, der weiß: "Der Ball ist viel schneller."