Kettemann: Noll hat uns "den Arsch gerettet"
Auch beim Gegner sorgte Nolls Auftritt für Begeisterung.
Borussia Mönchengladbach ließ der unbezwingbare Nahuel Noll verzweifeln - und seinen Trainer schwärmen. Sein Team habe einen "gewohnten Top-Keeper hinten drin gehabt, der uns zweimal da absolut den Arsch gerettet hat, mit zwei absoluten Top-Paraden", sagte Paderborns Trainer Ralf Kettemann, nachdem sein Schlussmann dem Aufsteiger das 0:0 gerettet hatte.
Der 23-Jährige vereitelte die beiden aussichtsreichen Torchancen des Bundesliga-Schlusslichts vor der Pause von Fabio Chiarodia (43.) per Kopf und Joe Scally (45.+1) im Eins-gegen-Eins sehenswert. "Das hat uns geholfen, hier ohne Gegentreffer in die Halbzeit zu gehen", sagte Kettemann und attestierte ihm eine "überragende Leistung".
Noll, der für die Ostwestfalen zunehmend zum Unterschiedsspieler wird, hatte bereits in den vorherigen Spielen mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. In acht Bundesligaspielen kassierte er mit dem SCP erst neun Gegentreffer – gemeinsam mit Schalke stellt Paderborn damit die drittbeste Abwehr der Liga hinter dem Spitzenduo Bayern München und Borussia Dortmund.
Auch beim Gegner sorgte Nolls Auftritt für Begeisterung. Gladbachs Trainer Alexander Blessin fragte sich, "ob überhaupt ein Spieler schon mal so eine Schlagweite hatte" – sowas habe er wirklich "selten gesehen". Flügelspieler Robin Hack stimmte seinem Trainer zu. "Der hat einfach einen guten Fuß." Besonders beeindruckt zeigte er sich von Nolls langen Bällen: "Diese 60-Meter-Bälle" habe der Keeper "sieben, acht Mal am Stück gespielt – und jeder kam an."