Kaiserslautern mit Befreiungsschlag - St. Pauli in der Krise

Im Traditionsduell der 2. Liga gewinnen die Roten Teufel bei den Kiezkickern und holen ihren ersten Saisonsieg.

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Jubel bei Erencan Yardimci
Jubel bei Erencan Yardimci. Foto: picture-alliance/dpa/SID/Selim Sudheimer

Drittes Spiel, endlich der erste Sieg: Der 1. FC Kaiserslautern hat in der 2. Liga einen wichtigen Befreiungsschlag gelandet. Die Roten Teufel gewannen das Traditionsduell beim FC St. Pauli knapp mit 2:1 (1:0) und stürzten die Kiezkicker damit endgültig in die Krise. Für den FCK trafen Erencan Yardimci (29.) und unmittelbar nach der Pause Thierry Tazemeta (46.), für die Hausherren war Abdoulie Ceesay 79 Sekunden nach seiner Einwechslung erfolgreich (56.).

Nach zuvor zwei Unentschieden holte Kaiserslautern den ersten Dreier der Saison, die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht liegt in der Tabelle damit auf Rang sechs. Für St. Pauli ging der Saisonstart hingegen völlig schief, das Team vom neuen Trainer Marcel Rapp ist in der Liga weiter ohne Sieg und war zudem in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten Rot-Weiss Essen ausgeschieden.

"Vom Ergebnis her sind wir natürlich happy, dass wir hier gewonnen haben bei einem Bundesliga-Absteiger", sagte Lieberknecht bei Sky. Und St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann meinte: "Es fühlt sich nicht gut an. Aber wir versuchen immer Ergebnis und Leistung zu trennen. Natürlich wissen wir auch, dass Ergebnisse das alles Entscheidende am Ende sind. Und die fahren wir aktuell nicht so ein, wie wir es wollten oder wollen."

Die Partie begann zunächst schleppend, doch mit der Zeit nahm vor allem Kaiserslautern Fahrt auf. Die Pfälzer gingen auch verdient in Führung, ehe St. Pauli plötzlich aufwachte. In der Schlussphase drängten die Hamburger noch einmal auf den Ausgleich, doch die Gäste verteidigten leidenschaftlich und brachten ihren Vorsprung am Ende über die Zeit.