Irland beim Umgang mit zweitem Israel-Spiel uneins
Irlands Nationaltrainer berichtet von Uneinigkeit und Unwohlsein in seinem Team mit Blick auf das erneute Nations-League-Duell mit Israel am Samstag.
Die Fußball-Nationalmannschaft von Irland gibt sich noch Bedenkzeit, wie sie im Nations-League-Rückspiel mit dem Gegner Israel umgehen wird. "Wir haben noch nicht zu 100 Prozent entschieden, wie wir vorgehen werden", sagte Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson vier Tage vor der für Samstag (20.45 Uhr) angesetzten Partie, die wegen der politischen Aufladung auf neutralem Boden im serbischen Topola geplant ist.
"Wenn wir heute Abend nach Hause kommen, geben wir ihnen morgen einen freien Tag, damit sie nach Hause fahren und einen Tag mit ihren Familien, Freunden und Angehörigen verbringen können. Danach kommen wir zurück und bereiten uns auf das Spiel gegen Österreich vor", sagte Hallgrimsson, dessen Team zuvor am Donnerstag (20.45 Uhr) in der Gruppe B3 in Österreich antritt, am Dienstag.
Am Sonntag hatte es beim 3:0-Sieg der Iren in Ungarn sichtbare Spannungen zwischen den Teams gegeben. Die Spieler beider Nationen hatten auf die sonst üblichen Gesten der Fairness verzichtet. Die Iren neigten ihre Köpfe beim Abspielen der israelischen Hymne, es gab weder Shakehands noch die Übergabe eines Wimpels.
Hintergrund sind die unterschiedlichen Haltungen zu den politischen Entwicklungen im Gazastreifen. Die Republik Irland gehört seit Beginn der israelischen Militäroffensive nach dem Hamas-Angriff im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben.
Irlands Nationaltrainer berichtete nun davon, dass es innerhalb seiner Mannschaft geteilte Meinungen über das Rückspiel gebe, das aus Sorge vor Ausschreitungen erneut ohne Fans geplant ist.
"Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir uns erstens alle unwohl fühlen. Zweitens haben wir unterschiedliche Meinungen, und wir sollten den Menschen erlauben, unterschiedliche Meinungen zu haben."