Infantino will Fragen der UEFA beantworten

Mit Blick auf seine mögliche Wiederwahl 2027 gibt sich der FIFA-Präsident siegessicher.

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FIFA-Präsident Gianni Infantino
FIFA-Präsident Gianni Infantino. Foto: AFP/SID/Nhac NGUYEN

FIFA-Präsident Gianni Infantino will die an ihn gerichteten 42 Fragen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) beantworten. "Wir arbeiten daran und werden natürlich alle gestellten Fragen beantworten, soweit es das Verfahren zulässt und soweit wir dazu in der Lage sind", sagte Infantino zum Start des U15-Festivals in Baku.

Die UEFA hatte Anfang der Woche einen Katalog mit 42 Fragen an Infantino geschickt. Diese zielen unter anderem auf die Aufklärung bezüglich möglicher Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen zur Familie von US-Präsident Donald Trump sowie dem Versuch, die Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, ab. Zur Beantwortung der Fragen wurde eine Frist bis zum 2. November gesetzt.

Die UEFA will Infantino als Präsident des Weltverbandes bei der Wahl im März 2027 in Rabat/Marokko stürzen, dieser erhält weltweit aber immer mehr Unterstützung. Am Freitag vollzog die asiatische Konföderation AFC eine Kehrtwende und stellte sich hinter den umstrittenen Infantino, der sich mit Blick auf das kommende Jahr siegessicher gab.

"Ich wurde von 211 Mitgliedsverbänden aus aller Welt gewählt, und ich denke, wichtig ist, dass es in einer Organisation wie der FIFA unterschiedliche Ansichten und Standpunkte geben kann", sagte der Schweizer und ergänzte: "Wenn wir es ernst meinen mit der Demokratie, mit dem demokratischen Prozess, mit der Überzeugung, dass jeder weltweit die gleiche Stimme und das gleiche Mitspracherecht hat, dass der Fußball allen gehört - wenn wir es damit ernst meinen, dann müssen wir auch die Ansichten der überwältigenden Mehrheit respektieren."

Infantino ist nach eigenen Angaben auch zur Versöhnung mit der UEFA bereit. "Ich habe immer gesagt: Was mich betrifft, bin ich stets mit offenen Armen, offenem Geist und offenem Herzen hier, um mit jedem zu diskutieren, mit jedem ins Gespräch zu kommen und zu sehen, was für alle besser gemacht werden kann", sagte der 56-Jährige und fügte an: "Es ist nichts Schlimmes daran, unterschiedlicher Meinung zu sein - das sehen wir jeden Tag in so vielen Ländern der Welt. Es ist in Ordnung, anderer Meinung zu sein. Es ist in Ordnung, unterschiedliche Standpunkte zu haben, aber dann müssen wir in der Lage sein, weiterzumachen."

Infantino betonte zudem, dass er "mit allen Verbänden überall auf der Welt" spreche. "Es gibt unterschiedliche Meinungen zu vielen Themen, zur Weltmeisterschaft, zur Größe, zur Anzahl, zur Vergabe der Startplätze, zum Kalender, zu kommerziellen Angelegenheiten, zu allem. Es ist nicht immer einfach, alle diese Meinungen unter einen Hut zu bringen, aber wir müssen alle Meinungen und Standpunkte respektieren - und das tue auch ich -, und dann liegt es an den FIFA-Mitgliedsverbänden zu entscheiden, wen sie als Präsidenten wollen und wie die FIFA geführt werden soll", sagte Infantino.