"Hüpfverbot": Bochum appelliert erneut an Fans

Beim Heimspiel gegen Bielefeld müssen die Fans erstmals auf das Springen verzichten. Der Verein bittet um Verständnis.

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Rösler sieht dem "Hüpfverbot" gelassen entgegen
Rösler sieht dem "Hüpfverbot" gelassen entgegen. Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto/SID/Javad Mohammadpour

Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat im Zuge des "Hüpfverbots" nochmals um Verständnis bei seinen Anhängern geworben. "Es tut uns sehr leid für unsere Fans", sagte Pressesprecher Jens Fricke vor dem Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen Arminia Bielefeld: "Wir müssen trotzdem an das blau-weiße Miteinander appellieren, dass sich an die geltenden Spielregeln gehalten wird." Ansonsten greife in der "ultima ratio" der Drei-Stufen-Plan der Bundesliga, das gelte es zu verhindern. Dieser sieht in letzter Konsequenz einen Spielabbruch vor.

Am Mittwoch hatte der Verein mitgeteilt, dass auf der Osttribüne ab sofort ein sogenanntes "Hüpfverbot" gilt. Im Zuge der geplanten Modernisierungsmaßnahmen des Ruhrstadions war die Tribüne nochmals untersucht worden. Dabei war festgestellt worden, dass bei bestimmten Zuschauerbewegungen starke Schwingungen auftreten, die vor allem bei "ungeübten" Stadionbesuchern zu Unwohlsein führen könnten, wie der VfL erklärt hatte. Die Tragfähigkeit der Tribüne sei laut Gutachten zwar gegeben, aber man sei von der Bochumer Bauaufsichtsbehörde per Verfügung dazu angehalten, das Verbot umzusetzen. Dieses bezieht sich auf das choreografierte Springen und nicht auf den Torjubel.

Trainer Uwe Rösler will sich von dem Thema nicht beirren lassen. "Ich konzentriere mich auf das, wofür ich hier bin - auf den sportlichen Bereich." Es seien alle aber "daran interessiert, dass es zu einem reibungslosen Ablauf" komme und mit Blick auf das "Hüpfverbot" alles funktioniere. "Wir hoffen, dass wir trotzdem auf dem Platz und auf den Zuschauerrängen eine super Atmosphäre schaffen können", betonte der 57-Jährige.

"Für mich ist das Glas immer halb voll", führte Rösler, der mit seinem Team nach sechs Spieltagen noch immer auf den ersten Heimsieg wartet, weiter aus. Das Stadion werde nun einmal umgebaut, man werde aber "keine Entschuldigungen suchen als Mannschaft und das Bestmögliche aus der Situation machen".