FIFA wirft UEFA "Schmutzkampagne" vor

Die europäischen Verbände prüfen rechtliche Schritte gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino wegen mutmaßlicher "krimineller Misswirtschaft".

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Aleksander Ceferin (l.) und Gianni Infantino
Aleksander Ceferin (l.) und Gianni Infantino. Foto: AFP/SID/KIRILL KUDRYAVTSEV

Der Fußball-Weltverband FIFA hat die jüngsten Vorstöße der UEFA vor US-Gerichten als "Schmutzkampagne" und "Ausforschung" zurückgewiesen. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte. In den Unterlagen wehrt sich die FIFA gegen die Offenlegung interner Dokumente und fordert, die Anträge der Europäischen Fußball-Union anfechten zu dürfen.

Die UEFA hatte in drei US-Bundesstaaten Anträge eingereicht, um Einsicht in Dokumente rund um den inzwischen aufgegebenen Plan der FIFA zu erhalten, Anteile an der WM an Investoren zu verkaufen. Die europäischen Verbände prüfen nach eigenen Angaben rechtliche Schritte gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino wegen mutmaßlicher "krimineller Misswirtschaft".

Die FIFA kritisierte das Vorgehen scharf. "Während diese Anträge als juristische Schriftsätze mit Überschriften und Aktenzeichen daherkommen, sind sie kaum mehr als Pressemitteilungen zur weiteren Unterstützung der Schmutzkampagne der UEFA gegen die FIFA und ihre Führung", heißt es in den Unterlagen. Die FIFA argumentiert zudem, dass derzeit weder in der Schweiz noch anderswo ein Strafverfahren anhängig sei und die UEFA deshalb keinen Anspruch auf die verlangten Dokumente habe.

Der Streit geht auf einen im Juli vorgestellten Investorenplan der FIFA zurück, der im Weltfußball erheblichen Widerstand auslöste. Die UEFA hatte sogar mit einem Boykott der Weltmeisterschaft gedroht, woraufhin die FIFA das Projekt rasch aufgab. Sollten die angeforderten Dokumente offengelegt werden, will die UEFA nach eigenen Angaben Strafanzeige in der Schweiz einreichen.