FC Bayern: Kane-Verlängerung "massives Ausrufezeichen"

Die Münchner wollen ihren "soliden" wirtschaftlichen Weg gegen eine "Übermacht" aber nicht verlassen.

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Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen.
Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen.. Foto: picture-alliance/SID/Harry Langer

Die Bosse des FC Bayern sehen die Vertragsverlängerung von Superstar Harry Kane auch als ein wichtiges Signal an die zahlungskräftige europäische Konkurrenz aus Manchester, London, Paris oder Madrid. Sportvorstand Max Eberl sprach gar von einem "massiven Ausrufezeichen".

"Der weltbeste Stürmer hat bei der Adresse unterschrieben, die damit zeigt, dass sie sportlich und wirtschaftlich zu den attraktivsten Adressen im internationalen Fußball gehört", betonte auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. Dies unterstreiche, "dass wir auch künftig davon ausgehen können, dass der FC Bayern nach wie vor die großen Spieler Europas an sich binden kann und wir uns damit weiterentwickeln können".

Weltfußballer Kane verlängerte am Donnerstag seinen Vertrag beim deutschen Fußball-Rekordmeister um weitere zwei Jahre bis 2029. Mit seinem neuen Mega-Vertrag steigt der 33 Jahre alte Torjäger zum Topverdiener bei den Bayern und in Bezug auf das Grundgehalt angeblich sogar in Europa auf. Man habe sich "nach der Decke gestreckt", erklärte Dreesen. Es sei ein "großer Vertrag für einen großen Spieler". Aber Kane sei "jeden Cent wert. Der Glanz strahlt auf alle ab."

Der Bayern-Chef machte in diesem Zusammenhang aber noch einmal deutlich, dass die Münchner auch weiterhin finanziell keine Risiken eingehen werden. Es sei zwar klar, "dass wir wirtschaftlich stark sein müssen, wenn wir attraktiv sein wollen in der europäischen Spitze. Aber es kommt für uns darauf an, solide zu sein, wirtschaftlich vernünftig zu sein."

Man versuche, führte Dreesen weiter aus, "diesen Spagat zu gehen gegen durchaus auch anders aufgestellte Klubs. Wir wollen jeden Cent, den wir verdienen, einsetzen, um so gut zu sein, wie es irgendwie geht. Das oberste Ziel ist: Wir wollen die beste Mannschaft haben und wir wollen gewinnen. Und diese zwei Sachen zu vereinbaren gegen eine teilweise Übermacht, ist nicht einfach, aber das gelingt uns ganz gut und dafür ist Harry das beste Beispiel."

Durch Ballon-d'Or-Gewinner Kane erhöhe man aber auch "die Aufmerksamkeit und damit am Ende des Tages auch das Geschäft", sagte Dreesen. Es sei eine "Wechselwirkung". Der FC Bayern gewinne "neue Partner" und könne damit sein "wirtschaftliches Fundament noch stärker machen, um noch viele Harrys in Zukunft zu uns holen zu können".