Englische Championship lehnt VAR-Einführung ab
Die Championship verwehrt sich der Technologie.
Die zweitklassige englische Fußball-Liga Championship hat die Einführung des Video Assistant Referee (VAR) zur kommenden Saison abgelehnt. Das berichten britische Medien, darunter die BBC und Sky Sports, übereinstimmend. Das System stoße bei den Klubs der 2. Liga auf breite Ablehnung und dürfte in absehbarer Zeit auch nicht eingeführt werden, hieß es.
Diskutiert worden war der Football Video Support (FVS), eine Variante des VAR, der den Trainern jeweils zwei sogenannte Challenges pro Spiel gewährt, mittels derer sie Entscheidungen des Schiedsrichters überprüfen lassen können. Einige Trainer hatten sich in den vergangenen Monaten für die Einführung des Systems stark gemacht. Die Torlinientechnologie findet in der Championship dagegen Anwendung.
Als Gegenargumente gegen den FVS bzw. VAR wurden von den Verantwortlichen unter anderem die Ablehnung durch die Fans und zu hohe Kosten angeführt. In der 2. Bundesliga ist der Videobeweis ebenso längst gängige Praxis wie im spanischen und italienischen Unterhaus. Auch Frankreich hatte beschlossen, den VAR in der Ligue 2 einzuführen, die Durchführung scheiterte nach dem Platzen eines TV-Deals aber an den Kosten.