Eine neue Hoffnung: Italien schlägt Türkei erneut
Italien hat in einer stark besetzten Gruppe Viertelfinalchancen. Die Türkei kriselt heftig.
Italien schöpft unter Roberto Mancini nach Jahren der Krise neue Hoffnung. Der viermalige Fußball-Weltmeister, der die vergangenen drei WM-Turniere verpasste, gewann eine Woche nach dem 4:1 in der Türkei am Montag auch das Nations-League-Rückspiel in Bologna mit 3:1 (1:0).
Nach dem ebenfalls ermutigenden Unentschieden zwischendurch in Frankreich (1:1) schoss Gianluca Scamacca (26.) Italien in einem ausgeglichenen Spiel in Führung. Der Stürmer von Atalanta Bergamo traf per Dropkick unter die Latte. Aral Simsir (61.) glich mit seinem ersten Länderspieltor aus, der kurz zuvor eingewechselte Riccardo Calafiori (64.) köpfte das 2:1. Pio Esposito (88.) traf zum Endstand.
Die Italiener sind mit sieben Punkten aus vier Spielen Zweiter in der Gruppe 1 der A-Liga, in der die ersten beiden Teams ins Viertelfinale einziehen. Die Türken stecken mit ihrem italienischen Nationaltrainer Vincenzo Montella hingegen weiter tief in der Krise: Sie sind nach vier Spielen punktlos - bei einem Torverhältnis von 2:10.
Mancini veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Frankreich-Spiel auf neun Positionen, was den Spielfluss im Stadio Renato Dall'Ara deutlich hemmte. Die Gäste waren mindestens gleichwertig, Scamaccas Tor resultierte aus der ersten wirklichen italienischen Chance. Zuvor hatte er bereits aus Abseitsposition getroffen (25.). Das Gegentor konterten die Gastgeber dann umgehend.
Italien empfängt am 12. November zunächst Frankreich zum Rückspiel, es folgt die Revanche in Belgien für das 0:2 zum Auftakt.