Eberl: Bayern lässt Palhinha-Wechsel zu Aston Villa platzen
Der Sportvorstand sieht den Klub bei den geplanten Verkäufen nicht unter Druck - und hofft auf seine eigene Vertragsverlängerung.
Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl sieht den Rekordmeister bei den geplanten Verkäufen von João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza weiterhin nicht unter Druck. Deshalb ließen die Bayern auch einen möglichen Transfer von Palhinha zu Aston Villa platzen.
Da gebe es "keine Chance mehr auf eine Einigung", sagte Eberl am Rande der Vorstellung von Ismael Saibari am Freitag: "Das funktioniert einfach nicht, weil wir auch nicht in der Situation sind, alles machen zu müssen, was andere uns aufdrängen." Auch bei Boey und Zaragoza gebe es "eine Gesamtkonstellation und bis jetzt leider noch keine Einigung".
Den drei Profis war vom Klub trotz laufender Verträge klar kommuniziert worden, dass sie in den Planungen keine Rolle mehr spielen. Seitdem gibt es immer wieder Transfergerüchte um das Trio. Palhinha soll sich mit Villa schon geeinigt haben, der Premier-League-Klub wollte aber nur ein Leihgeschäft, die Bayern verkaufen. Bis zum 1. September ist der Transfermarkt in Deutschland geöffnet. Dieser sei, so Eberl, "nach einer WM unberechenbar".
Eberl selbst steht vor einer Vertragsverlängerung bei den Bayern. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte die Chancen zuletzt auf "100 Prozent" taxiert. Am 25. August tagt der Aufsichtsrat. "Die Position ist so, dass man sich unterhält und dass der Aufsichtsrat die Vorgabe machen muss. Ich habe immer gesagt, ich will meinen Job machen, ich will damit überzeugen, was ich tue. Und Herr Hainer (Präsident, d.Red.) hat gesagt, der Aufsichtsrat wird gute Entscheidungen treffen - und das hoffe ich auch", sagte der Sportvorstand am Freitag zu dem Thema.