Dortmunds 50-Millionen-Tag für zwei Neue: Warum nicht El Mala?

Zwei Mittelfeldspieler an einem Nachmittag, doch der eigene Wunschspieler bleibt in Köln. Ein Doppelschlag, der Fragen aufwirft.

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Dortmunds 50-Millionen-Tag für zwei Neue: Warum nicht El Mala?
IMAGO/NurPhoto

Ein Nachmittag, zwei Mittelfeldspieler, 50 Millionen Euro Ablöse. Erst der Grieche Giannis Konstantelias, für angeblich 30 Millionen von PAOK Saloniki, wenige Stunden später der Niederländer Joey Veerman, für 20 Millionen von der PSV Eindhoven und mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet. Borussia Dortmund hat an einem Tag zwei Zentren besetzt.

Das Geld, mit dem der BVB diesen Doppelschlag finanziert, trägt einen Namen: Said El Mala. Von der Verpflichtung des deutschen Supertalents hatte Dortmund Abstand genommen, nachdem der 1. FC Köln mehrere hochkarätige Angebote ausgeschlagen hatte. Die gesparten El-Mala-Millionen flossen nun in zwei andere Spieler. Was als sportliche Aufrüstung verkauft wird, ist zunächst eine Ausweichbewegung.

Veerman, 27, ist niederländischer Nationalspieler und im zentralen Mittelfeld zu Hause. Seit 2022 spielt er für die PSV, 198 Pflichtspiele, 31 Tore, 67 Vorlagen. Ein fertiger Profi mit Nummern, die sich sehen lassen. Sein Vertrag in Eindhoven lief noch bis 2028, Dortmund holt ihn drei Jahre früher – und bindet ihn bis 2030.

Zwei erfahrene Mittelfeldspieler für zusammen 50 Millionen sind ein kalkulierter Qualitätssprung. Veerman, 27, bringt Länderspiele und Statistik mit, Konstantelias, 23, die Offensivkraft. Der Verzicht auf El Mala liest sich in diesem Licht sogar als Disziplin: Der BVB zog eine Preisgrenze, wo Köln keine Angebote annahm, und investierte lieber dort, wo der Markt berechenbar blieb.

Nur passt die Rechnung nicht ganz zusammen. Für Konstantelias zahlte Dortmund angeblich 30 Millionen Euro, für Veerman 20 – zusammen also mehr, als für den eigenen Wunschspieler auf dem Tisch gelegen haben dürfte. Wer 50 Millionen an einem Nachmittag ausgibt, hat kein Geldproblem. Er hat ein Prioritätenproblem.

Ein 23-jähriger Grieche von PAOK und ein 27-jähriger Niederländer von der PSV: zwei solide Adressen, aber keine, die den deutschen Markt aufhorchen lässt. El Mala hätte das Etikett des Supertalents mitgebracht, die Perspektive, den Bezug zur eigenen Region. Dortmund hat sich für die schnelle, verfügbare Lösung entschieden und die schwierige, teure liegen lassen.

Beide Neuzugänge sind im zentralen Mittelfeld beheimatet. An einem Tag zwei Spieler für dieselbe Zone zu verpflichten, ist kein Feinschliff, das ist ein Umbau mit der Abrissbirne. Wer hier eine klare Idee erkennt, muss sie erst noch erklärt bekommen: Ist Veerman der Regisseur, Konstantelias der Unterschiedsspieler, oder konkurrieren zwei 30- und 20-Millionen-Investitionen um denselben Platz?

Der BVB hat an einem Nachmittag mehr Geld bewegt, als der eigene Wunschspieler gekostet hätte, und am Ende steht El Mala trotzdem in Köln.

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