Doorsouns USA-Vergleiche: "War schon eine Show"
Die ehemalige Nationalspielerin berichtet nach ihrer Rückkehr nach Frankfurt über die Zeit in den USA - und Unterschiede zum deutschen Fußball.
Nach ihrer Rückkehr in die Frauenfußball-Bundesliga hat die frühere Nationalspielerin Sara Doorsoun Einblicke in ihre Zeit in den USA gegeben und dabei von einigen Unterschieden zwischen den Ligen berichtet. Angefangen bei der Inszenierung der Spiele. "Im Stadion, wenn wir auf den Platz gelaufen sind, gab es vor der Hymne ein Feuerwerk", sagte die 34-Jährige. Die Vermarktung des Frauenfußballs sei in den Staaten "ganz groß".
"Das war schon wie eine Show. Sowas würde es in Deutschland nicht geben", sagte Doorsoun, die nach einem halben Jahr bei Angel City FC in Los Angeles Anfang des Jahres zu Eintracht Frankfurt zurückgekehrt war. Zudem hob sie immer wieder die besonders starke Physis in der US-Liga hervor.
Bei Medienschulungen habe den Spielerinnen ein Social-Media-Team gesagt, sie müssten sich stärker zeigen. "Die meinten: 'Es muss viel mehr gepusht werden, die Leute müssen eure Geschichte kennen und euch interessant finden.'" In Deutschland würden Spielerinnen, die darauf Wert legen, oft vorschnell als "unkonzentriert oder nicht fokussiert" gelten, sagte sie.
In Sachen Verhaltensregeln habe Doorsoun, die für das Team aus LA acht Einsätze absolvierte, die Lockerheit in bestimmten Dingen gefallen. Kurze Hosen zum gemeinsamen Essen zu tragen, sei etwa völlig normal. "Dort fragt keine Spielerin, das wird einfach gemacht", berichtete sie. Auch in Freizeitkleidung zu den Spielen zu erscheinen, sei die Regel. In Deutschland werden sich für ihren Geschmack manchmal "zu viele Gedanken über Dinge gemacht, die nicht relevant für meine sportliche Leistungsfähigkeit sind".