Champions League: Nächster Dämpfer für Bayern-Frauen
Gegen Real Madrid zeigen die Münchnerinnen zwar Moral, verpassen aber wieder einen Heimsieg.
Die Fußballerinnen des FC Bayern haben in der Champions League im Kampf um die Top vier erneut einen Dämpfer kassiert. Der deutsche Double-Sieger kämpfte sich gegen Real Madrid zwar nach einem frühen 0:2-Rückstand noch einmal zurück, kam aber nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus - wie schon im ersten Europapokal-Heimspiel der Saison gegen Manchester City.
Athenea (7.) und die frühere Münchnerin Lineth Beerensteyn (22.) hatten die Gäste um Nationalspielerin Elisa Senß früh in Führung gebracht. Edna Imade (31.) und Momoko Tanikawa (52.) glichen vor 6239 Fans im Sportpark Unterhaching für die Münchnerinnen aus. Nach drei Spieltagen der Ligaphase hat das Team von Trainer José Barcala fünf Punkte auf dem Konto.
Im Kampf um einen Platz unter den Top vier, der eine direkte Qualifikation fürs Viertelfinale bedeuten würde, warten auf die Bayern noch harte Brocken: Am 10. November sind die Münchnerinnen bei Paris Saint-Germain zu Gast, es folgen die Duelle mit Austria Wien und Titelverteidiger FC Barcelona.
Barcala verzichtete nach dem überzeugenden 5:1 in der Liga bei RB Leipzig auf große Experimente. Auch Tanikawa, Klara Bühl und Pernille Harder, die von Montag auf Dienstag noch für die Ballon-d'Or-Verleihung nach London gereist waren, standen erneut in der Startelf.
Vor allem Bühl machte über die linke Seite wie gewohnt viel Tempo. Generell schafften es die Bayern in der ersten Halbzeit aber zu selten, ihre Überlegenheit sauber auszuspielen. Die Gäste, bei denen neben Senß auch die ehemalige Nationaltorhüterin Merle Frohms von Beginn an spielte, zeigten sich dagegen eiskalt.
"Wir waren ein bisschen überrumpelt von deren Offensivpower", sagte die verletzte Giulia Gwinn zur Halbzeit im ZDF. Der Anschlusstreffer von Imade, die nach einer Ecke von Bühl traf, schien die Bayern jedoch zu beflügeln. Tanikawa traf kurz nach Wiederanpfiff zum Ausgleich. In einer offenen Partie hatten die Bayern im Anschluss die besseren Chancen. Die eingewechselte Sophie Proost (90.+2) traf in der Nachspielzeit den Pfosten.